Hundstorfer begrüßt Überarbeitung der EBR-Richtlinie

Mehr Rechte für die Europäischen Betriebsräte notwendig

Wien (ÖGB) - "Dieser Schritt war längst überfällig", begrüßt ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer die heutige Entscheidung der EU-Kommission, die Richtlinie zu den Europäischen Betriebsräten (EBR) zu überarbeiten. Schließlich wäre eine Revision der Richtlinie bereits 1999 vorgesehen gewesen, aber immer wieder verzögert worden, so der Hundstorfer der auch Vizepäsident des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) ist.++++

"Die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen in der EU haben sich seit Einführung der EBR im Jahre 1994 grundlegend geändert", so der ÖGB-Präsident, deshalb sei die Anpassung der Richtlinie höchst aktuell: "Gerade die jüngsten Entwicklungen rund um geplante Werksschließungen und Unternehmensverlagerungen zeigen, dass die BetriebsrätInnen noch besser europäisch vernetzt werden müssen, um sich nicht gegenseitig von den Unternehmensleitungen ausspielen zu lassen."

Im Einzelnen fordern der EGB wie auch der ÖGB schon seit langem mehr Rechte für europäische Betriebsräte bei der Unterrichtung und Anhörung durch das Unternehmen und eine Anerkennung der Rolle der Gewerkschaften. "Auch über die Frage wirksamer Sanktionen gegen Unternehmen, die ihre Pflichten gegenüber europäischen Betriebsräte verletzten, muss in diesem Zusammenhang nachgedacht werden", fordert Hundstorfer. "Wichtig ist auf jeden Fall, dass es rasch zu einer Verbesserung der bestehenden Richtlinie kommt, am besten noch in diesem Jahr", so der ÖGB-Präsident.

ÖGB, 20. Februar 2008 Nr. 92

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Franz Fischill
Tel.: (++43-1) 534 44/510 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
Mobil: 0664/814 63 11
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004