NEWS veröffentlicht Haidinger-Aussagen vor Staatsanwaltschaft: Schwere Vorwürfe gegen Philipp Ita und das BIA.

Wurde Prokop-Weisung bei Iran-Waffengeschäft verschleppt?

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe die Aussagen des früheren Chefs des Bundeskriminalamtes Herwig Heidinger und die Aussagen von Doris Ita, Ex-Frau der Schlüsselfigur im Innenministeriums-Skandal, Phillip Ita.

Haidinger hat vor der Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit einem zwielichtigen Waffendeal von Steyr-Mannlicher Scharfschützengewehren in den Iran erhoben. Demnach habe die damalige Innenministerin Liese Prokop nach einem Gespräch mit dem damaligen US-Botschafter Lyons Brown eine Weisung auf das Stoppen des von den USA und Großbritannien bekämpften Waffen-Deals erteilt. Diese Weisung sei aber verschleppt worden, wodurch weitere Waffen in den Iran geliefert werden konnten.

Schwere Vorwürfe erhebt Haidinger auch gegen Philipp Ita, den früheren Kabinettschef des Innenministeriums. Konkret habe sich Haidinger jene Akten über den Unfall Itas vom 5. April 2002 kommen lassen. Dabei habe er festgestellt, dass der Akt offensichtlich manipuliert sei. Das Verfahren gegen Ita wurde schon am 7. Mai 2002 von der BPD Wien eingestellt, weil Ita die Tat "erwiesenermaßen nicht begangen" habe. Haidinger habe aber auch festgestellt, dass der Akt vor ihm schon beim Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) war. Dort habe man aber eine Anzeigeerstattung unterlassen.

Doris Ita sagt aus, dass ihr Ex-Mann nach dem Unfall alkoholisiert zu ihr gekommen sei. Zudem berichtet sie von einem weiteren Vorfall, wo Ita bei einer Polizeikontrolle davongefahren sei.

Die Ermittlungen gegen Phillip Ita umfassen mittlerweile drei "Faktenstränge": Dabei geht es um den Verdacht von Amtsdelikten, den Verdacht eines Wirtschaftsdeliktes und Vorwürfe der Körperverletzung, der Freiheitsentziehung und der gefährlichen Drohung, die Doris Ita in ihrer Aussage erhoben hat und die zumindest in einem Punkt einen Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit von Philipp und Doris Ita haben sollen.

Philipp Ita weist die Vorwürfe vehement zurück. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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