Rack: Bildung ist der Schlüssel für Europas Zukunft

Europaparlament fordert 'Freiheit des Wissens' als fünfte EU-Freiheit

Strassburg, 20. Feber 2008 (ÖVP-PD) "Wenn die 'Freiheit des Wissens' als fünfte Freiheit der EU neben der Freiheit des Waren-, Personen-, Kapital- und Dienstleistungsverkehrs verankert werden soll, dann stimmt die Botschaft. Ohne konkrete Maßnahmen bleibt es aber bei einem bloßen Schlagwort, das niemandem nutzt", sagte heute der steirische Europaparlamentarier Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack. "Sowohl in der Frage der Kompetenzzuweisung an die Europäische Union als auch bei der Mittelausstattung für Bildungs- und Austauschprogramme schaut es mehr schlecht als recht aus. Ohne mehr Kompetenzen und mehr Geld ist die Freiheit des Wissens ein Papiertiger und nicht die echte europäische Bereicherung für unsere Jugend, die sich diese verdient hätte. Wir brauchen neue Instrumente und neue finanzielle Mittel. Wenn wir es schaffen könnten, dass nur zehn Prozent aller jungen Menschen zwischen 15 und 25 ein halbes Jahr im europäischen Ausland lernen, hätten wir einen gewaltigen Wissens-und Flexibilitätsschub", betonte Rack. ****

Sowohl die Mitteilung der Kommission über die integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung als auch die heute angenommene Resolution des Europäischen Parlaments zum Europäischen Frühjahrsgipfel fordern eine Gleichstellung der Freiheit des Wissens auf derselben Stufe mit den vier klassischen Freiheiten der Union. "Seit Jahren hören wir die Forderung nach einer wissensbasierten Gesellschaft. Aber wenn es konkret wird, hört man ganz andere Botschaften. Jedes Mal, wenn die Frage diskutiert wird, ob und wie weit die Europäische Union beim Thema Wissen und Wissenschaft mehr Zuständigkeiten haben sollte, ist das Argument gekommen, dass sich die Mitgliedstaaten dieses Thema nicht nehmen lassen dürfen", kritisierte Rack.

Gleiches gelte für die Frage der Mittelausstattung für die existierenden Bildungsprogramme der Union: "Wann immer der Rat über Budgetfragen beraten und beschlossen hat, stand die Forderung nach Einsparungen im Raum. So notwendig Einsparungen in den öffentlichen Budgets auch sind, so falsch war und ist die Einstellung, mit dem Sparen beim Kapitel Bildung, Ausbildung und Wissenschaft zu beginnen", sagte Rack. "Alle Zahlen belegen, dass Europa als wissensbasierte Gesellschaft bislang eher versagt hat. In Forschung und Entwicklung, bei Bildung und Ausbildung müssen wir mehr tun. Die Europäische Union kann mehr tun, wenn man sie lässt und ihr die notwendigen Mittel an die Hand gibt", so Rack abschließend.

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