FSG Jugend Wien: Mindestlehrlingsentschädigungen zur Armutsvermeidung notwendig!

Lehrlinge leben meist unter der Armutsgrenze.

Wien (FSG) - "Die jüngste Statistik der Arbeiterkammer Oberösterreich bestätigt die FSG Jugend Wien in ihrer Forderung nach einem Generalkollektivvertrag für Mindestlehrlingsentschädigungen in Österreich", sagt Christoph Peschek, Wiener Landesjugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen. "Die Bundesregierung und die Wirtschaftskammer müssen alles dafür tun, um Jugendliche müssen aus der Armutsfalle zu holen."++++

Laut Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer Oberösterreich sind die geringen Einkommen der Lehrlinge ein Hauptgrund für Unzufriedenheit. Mehr als die Hälfte der Lehrlinge, konkret 54 Prozent, bekommt regelmäßig finanzielle Unterstützung von den Eltern. "Jugendliche müssen die Möglichkeit auf ein selbst bestimmtes Lebens haben" sagt Peschek. "Leider gibt es Branchen mit unterdurchschnittlich niedrigen Lehrlingsentschädigungen. Analog zur Regelung über 1000 Euro Mindestlohn brauchen wir einen Generalkollektivvertrag für Mindestlehrlingsentschädigungen. Nicht zuletzt deshalb, da ein Viertel aller Armutsgefährdeten Personen in Österreich Kinder und Jugendliche sind. Umso wichtiger ist es, vom Einkommen auch Leben zu können", so Peschek.

"Erfreulich ist, dass im Zuge des Sozialpartnerpakets Jugendliche in überbetrieblichen Ausbildungsinitiativen in Zukunft statt 150 Euro im Monat im 1. und 2. Lehrjahr 240 Euro und im 3. Lehrjahr 550 Euro erhalten sollen. Letztlich sind aber die Betriebe gefordert, nicht nur bei Förderungen die Brieftaschen aufzumachen, sondern den Jugendlichen ein ordentliches Stück vom Kuchen zu geben", so Peschek abschließend.

FSG, 20. Februar 2008 Nr. 8

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