Gaßner zu Milchpreis: Molkereien sollen Handelsspannen verringern

Nicht die Bauern sondern Molkereien sind Schuld an hohen Milchpreisen - VP-Bauernbund dominiert Molkereien

Wien (SK) - "Wenn der Präsident der Landwirtschaftskammern, Wlodkowski, keinen Grund sieht, den Milchpreis zu senken, dann ist das aus seiner Sicht nur logisch. Denn es ist nicht der Bauer, der Schuld an den stark steigenden Milchpreisen ist, sondern vielmehr der Zwischenhandel - die Molkereien", sagte SPÖ-Agrarsprecher Kurt Gaßner Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der Milchpreis sei für die Bauern nicht sehr erfreulich, denn diese bekommen lediglich ein Viertel dessen, was die Milch in den Supermärkten kostet. Dazwischen sitzen die Molkereien, die groß abkassieren, so Gaßner. ****

Man könne sehr wohl etwas gegen die steigenden Milchpreise unternehmen, ohne die Bauern zu treffen. Es müssten lediglich die Molkereigenossenschaften ihre Handelsspanne verringern. "Das wäre ohne Probleme für die Molkereien möglich. Doch davon will Wlodkowski nichts hören, was ebenfalls keine große Verwunderung auslöst. Immerhin stellt der schwarze Bauernbund fast 100 Prozent der Funktionen in den Molkereigenossenschaften. Eine entsprechende Forderung der LK-Präsidenten würde wohl bei den eigenen Parteigenossen im ÖVP-Bauernbund zu einigen Aggressionen führen. Da ist es für Wlodkowski schon einfacher, zu mauern und die Schuld an den steigenden Preisen anderen zuzuschieben", schloss Gaßner. (Schluss) ps/mm

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