Obmann Lemler: "Flugblattsteuer kommt nicht in Frage"

Ersatz für Werbesteuer ginge zu Lasten des Handels

Wien (PWK119) - Der Plan, die Werbeabgabe abzuschaffen und aufkommensneutral durch eine Prospektverteilungsabgabe zu ersetzen, stößt auf massiven Widerstand des heimischen Handels. Die bisher breite Basis der Abgabenzahler würde nämlich künftig auf jene Unternehmen reduziert werden, die unadressierte Prospekte sowie Zeitungsbeilagen zur Verteilung bringen.

"Betroffen wären hauptsächlich Händler. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe, die im regionalen Bereich auf Prospektwerbung angewiesen sind, würden überproportional zur Kasse gebeten", analysiert der Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ, Erich Lemler, die Situation.

Das Ziel, durch die neue Abgabe die Prospektflut einzudämmen, wäre in der Praxis nicht zu erreichen. Einerseits fehlen kleinen und mittleren Unternehmen meist die finanziellen Mittel, um auf andere Werbeträger auszuweichen. Andererseits würde ein auch nur geringer Rückgang der Werbeprospekte das Aufkommen der neuen Abgabe reduzieren, die somit wieder erhöht werden müsste. Diese Erhöhung ginge dann erneut zu Lasten vor allem der Klein- und Mittelbetriebe des Handels.

Prospektsteuer statt Werbeabgabe bedeutete im Ergebnis, dass der Handel die Entlastung der gesamten Wirtschaft zu zahlen hätte. "Der Handel wird dieses Ungleichgewicht nicht hinnehmen. Wir sind nicht der Finanzier dieser Reform", so Lemler abschließend. (hp)

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