Graf: Teilweise fragwürdige Kriterien für Uni-Räte-Bestellungen durch Bundesregierung

Wien (OTS) - Es seien vor allem vier Kritikpunkte, die zur Bestellung der Uni-Räte angebracht werden müssten, so FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg Dr. Martin Graf. "Zum ersten erfolgte die Erstellung der Liste sehr spät, was auf ein langwieriges rotschwarzes Gezerre hinter den Kulissen der Universitäten und Ministerien schließen lässt. Zum zweiten wurde die Liste in manchen Fällen offensichtlich nicht aufgrund fachlicher Erwägungen erstellt, sondern oftmals nach Geschlecht oder politischer Ausrichtung."

Dies sei unschwer von der Liste abzulesen, so Graf, entspreche aber nicht der akademischen Vorgehensweise. "Der dritte Makel", führt Graf weiter aus, "ist darin zu sehen, dass, wer im Verdacht steht Freiheitlicher zu sein, kurzerhand eliminiert wurde. Und schließlich viertens, bietet die Liste in manchen Universitäten keine Kontinuität im Sinne der Universitätsreform von 2002."

Nichtsdestoweniger werde man sich die Arbeit der neuen Uni-Räte ansehen müssen, um zu einer seriösen Beurteilung zu gelangen, stellt Martin Graf, maßgeblicher Autor der Universitätsreform 2002, fest. "Einige hervorragende Kräfte wurden bedauerlicherweise nicht mehr berufen. Ich hoffe, dass mit der zusätzlichen Bestellung der selbst gewählten Räte die da und dort deutlichen fachlichen Defizite ausgeglichen werden."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0002