Neubauer, Strache, Hauser: Offener Brief an Bundespräsident Fischer, betreffend Begnadigung Luis Larch

Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Fischer!

Begnadigung Luis Larch

In Beantwortung einer Anfrage vom 31.August 2007 haben Sie dem Fraktionsobmann der FPÖ, Heinz Christian Strache, mitgeteilt, dass in "fünf uns bekannten Fällen als Ergebnis intensiver Gespräche mit dem italienischen Präsidenten Napolitano nunmehr konkrete Begnadigungsmaßnahmen gesetzt wurden."
Darüber hinaus endeten Sie in der Hoffnung, dass "Sie sich freuen würden, wenn wir uns nach vielen Jahren ohne jede weitere Bewegung in der Begnadigungsfrage diese symbolische Geste ebenfalls als Schritt in die richtige Richtung betrachten könnten".
Nunmehr wurden unsere damals geäußerten Bedenken durch das Schicksal des Herrn Luis Larch, der mittlerweile schon 46 Jahre lang darauf wartet, wieder in seine Heimat einreisen zu dürfen, leider bestätigt. Obwohl Herr Larch angeblich begnadigt wurde und seine Strafe am 2.Dezember 2008 ohnehin verjährt ist, kann dieser nicht in seine Heimat zurückkehren, weil er nicht für alle Strafen begnadigt wurde. Eine Nebenstrafe blieb aufrecht, weshalb Larch bei einer Einreise kein freier Mann wäre, sondern sich in "überwachter Freiheit" befinden würde.
Die Aufhebung der "überwachten Freiheit" könnte Her Larch erst nach einem Jahr beantragen, denn die "überwachte Freiheit" verjährt nicht. Luis Larch hatte im August 2007 einen Herzstillstand und war dem Tode nahe.
Am 4.März 2008 feiert Larch seinen 75. Geburtstag.
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, die Unterfertigten ersuchen Sie im Namen der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit, sich beim italienischen Staatsoberhaupt Napolitano für Herrn Larch und dessen endgültige Begnadigung einzusetzen.

NAbg. Heinz Christian Strache, Fraktionsobmann
NAbg. Werner Neubauer, Mitglied des Unterausschusses Südirol
NAbg. Mag. Gerald Hauser, FPÖ-Südtirolsprecher

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