ÖH: Erfreut über Geschlechterparität im Unirat

Erneute Forderung nach Abschaffung des Gremium und Stärkung des Senat

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft zeigt sich erfreut über das eingelöste Versprechen des Unterrichts- und Wissenschaftsministeriums die Universitätsräte ausgeglichen mit Männern und Frauen zu besetzen: "Im Vergleich zu den vergangenen Jahren Universitätspolitik ist ein wenig frischer Wind verspürbar. Der große Überhang an nominierten Frauen ist ein positives Signal in Sachen Geschlechtergleichstellung. Dies kann jedoch nur der erste Schritt zu mehr Frauenförderung an den Universitäten sein. Der Frauenanteil muss vor allem im Wissenschaftsbetrieb und höheren Positionen der Universität gesteigert werden", so Verena Czaby aus dem ÖH-Vorsitzteam.

Dass diverse, von Schwarz-Blau eingesetzte, Burschenschafter erwartungsgemäß nicht wiederbestellt wurden "lässt uns tief durchatmen. Die Gespenster ewiggestrigen Gedankenguts sind so zumindest aus einem einflussreichen Gremium der Universität verbannt", zeigt sich das ÖH-Vorsitzteam erleichtert.

Die Kritik der ÖH am dominierenden Einfluss des Unirates bleibt jedoch aufrecht. "Hahn plant dessen Rolle im Entscheidungsprozess der Universitäten weiter zu stärken. Ein Gremium, dass überwiegend aus VertreterInnen der Wirtschaft besteht, fehlt jedoch schlicht der inneruniversitäre Blick sowie das notwendige Interesse und ist deshalb gänzlich ungeeignet die Geschicke der Hochschulen maßgeblich zu beeinflussen", unterstreicht Hartwig Brandl (ÖH-Vorsitzteam) dessen einseitige Perspektive.

Die ÖH fordert deshalb "die Abschaffung des Unirat bei gleichzeitiger Aufwertung des Senats. Dieser ist als einzig demokratisch gewähltes Gremium, welches von den Studierenden bis zu den Habilitierten alle universitären Gruppen umfasst, am Besten geeignet Entscheidungen im Sinne der Universität zu treffen", schließt Lisa Schindler (ÖH-Vorsitzteam).

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