Fernpendlerbeihilfe: Inflationsanpassung ist zu wenig, entfernungsabhängige Direktzahlung notwendig

Linz (OTS) - Die Erhöhung der Fernpendlerbeihilfe des Landes um
gut fünf Prozent ist für AK-Präsident Johann Kalliauer bestenfalls ein Zeichen des guten Willens: "Die Fahrtkosten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in den vergangenen Jahre viel stärker gestiegen, es muss wirksam gegengesteuert werden." Überhaupt sollten neue Formen der Pendlerförderung gefunden werden. Kalliauer schlägt eine entfernungsabhängige Direktzahlung vor.

Die Kosten für Pendler/-innen sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen: So sind etwa die Treibstoffpreise seit Ende 2006 um rund 20 Prozent gestiegen. Auch die Fahrpreise im öffentlichen Verkehr haben zuletzt stärker zugelegt als der allgemeine Verbraucherpreisindex - die Jahreskarte des Oberösterreichischen Verkehrsverbund wurde seit Anfang 2006 um 7,5 Prozent teurer. "Die fünf Prozent des Landes sind angesichts dieser Zahlen deutlich zu wenig", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Berufstätige müssten oft 15 bis 20 Prozent ihres Netto-Einkommens für die Kosten ihrer beruflichen Mobilität aufbringen, manche sogar noch mehr, hält Kalliauer fest: "Nun muss auch für diese Menschen etwas getan werden. Es ist höchst an der Zeit dafür!"

Die AK schlägt darüber hinaus vor, dass Bund und Länder nicht mit unterschiedlichen Instrumenten Pendlerförderung betreiben. Es sollten vielmehr alle Instrumente zusammengeführt und in eine entfernungsabhängige Direktzahlung umgewandelt werden. Diese sollte ab einer bestimmten Entfernung unabhängig von der Verkehrsmittelwahl an alle Pendler/-innen gezahlt werden und so hoch sein, dass zumindest ein Drittel der Treibstoffkosten für die Fahrt Wohnung -Arbeitsplatz und zurück abgedeckt wird. Immerhin könnten Unternehmer ihre Fahrtkosten vollständig von der Steuer absetzen.

"Ein solches System wäre überschaubarer und gerechter - vor allem in Hinblick auf den großen Nachteil der derzeitigen Regelung. Heute haben Bezieher niedriger Einkommen nämlich wenig oder gar nichts von der Pendlerpauschale", erklärt Kalliauer die Forderung der AK.

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