Neues Volksblatt: "Toter Punkt"

Ausgabe vom 19. Februar 2008

Linz (OTS) - Ein Land steht. Politiker weichen selbst Interviews
zu Sachfragen aus, weil sie Angst haben, dabei auch mit der Frage "Untersuchungsausschuss oder nicht- konfrontiert zu werden. Von anstehenden Themen wie der Bundesstaatsreform oder dem Nachhaltigkeitsfaktor im Pensionssystem ist kein Mucks zu hören. Und der Bundeskanzler und SPÖ-Chef bleibt seiner Linie treu, keine Linie zu haben.
Die Causa Haidinger hat die ohnedies nur aus alternativloser Not geborene Koalition wohl endgültig an einen toten Punkt gebracht. Die tragische Ironie der Geschichte: Die Chance, dass Neuwahlen daran etwas ändern könnten, tendieren gegen Null. Die Oppositionsparteien waren bis dato nicht in der Lage, sich als Alternative aufzudrängen und tümpeln in Bereichen fernab der Möglichkeit anderer Koalitionsbildungen. Und ÖVP und SPÖ stecken in einem Kopf-an-Kopf-Rennen, das einen Wechsel bei der Nummer Eins als möglich erscheinen lässt, aber nicht als sicher - und das die beiden Parteien wohl wieder koalitionär aneinanderketten würde. Bleibt als Überwindung des toten Punkts nur ein koalitionärer Kraftakt. Die Hoffnung soll man ja bekanntlich nie aufgeben.

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