Winkler: "Expertise europäischer Akteure im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit effektiver nützen"

Staatsekretär Hans Winkler beim informellen Treffen der EU-Minister für Entwicklungszusammenarbeit

Laibach (OTS) - "Die Entwicklungspolitik hat in den letzten Jahren eine neue Dimension erhalten. Es hat sich nicht nur das globale Umfeld verändert, sondern auch die in den internationalen Gremien und Konferenzen übernommenen Verpflichtungen. Die Entwicklungszusammenarbeit profitiert heute von einer hohen Expertise und einem breiten Spektrum der europäischen Akteure. Dies darf jedoch nicht zur Zersplitterung führen", so Winkler beim informellen Treffen der EU-Minister für Entwicklungszusammenarbeit.

"Nur ein effizienter Einsatz der Mittel durch die Geber und eine verringerte Belastung der Partnerländer, die sich durch die Vielzahl der Geber und ihrer unterschiedlichen Verfahren ergibt, kann zur Armutsreduzierung betragen. Unser Ziel muss daher eine bessere Arbeitsteilung zwischen den EU-Gebern in den Entwicklungsländern, sowie eine Erhöhung der Effektivität der erbrachten Leistungen sein. Jeder Akteur soll sich bei seiner Zusammenarbeit auf Bereiche konzentrieren, in denen er im Vergleich zu anderen Gebern den größten Mehrwert erbringen kann." Winkler hob in diesem Zusammenhang die bereits seit 2006 institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Slowakei im Bereich der EZA hervor. Ebenso unterhält Österreich mit Ungarn ein gemeinsames Koordinationsbüro in Podgorica. Mit der Schweiz wird derzeit ein Programmabtausch zur Erreichung eines höheren Grades an Harmonisierung diskutiert.

"Frieden und Stabilität sind eine unverzichtbare Voraussetzung für Entwicklung. Es bedarf einer Art Brückenschlag zwischen entwicklungs-und sicherheitspolitischen Maßnahmen. Nur übergreifende und differenzierte Lösungsstrategien, sowie ein enges Zusammenspiel der Staaten können hier einen Ausweg bilden. Als ein zentraler strategischer Ansatzpunkt gilt die Wiederherstellung verlässlicher Strukturen in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte. Österreich kann sich mit seinen Erfahrungen hier gut einbringen", betonte Winkler.

"Heute zählt die EU zu den führenden humanitären Akteuren in der Welt. Dieser Verantwortung wollen wir auch weiterhin gerecht werden. Die internationale Gemeinschaft hat eine Verantwortung zu handeln, um humanitäre Katastrophen zu verhindern und Menschen in Not, wie z.B. Flüchtlingen, zu helfen", so Winkler auch im Hinblick auf den derzeit laufenden Friedenseinsatz im Tschad.

Weitere Themen des Treffens waren die möglichen Auswirkungen des EU-Reformvertrages auf die Entwicklungspolitik, sowie die Förderung und der Schutz von Kindern und Frauen in bewaffneten Konflikten.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Mag. Katharina Swoboda
Kabinett des Staatssekretärs
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3469
katharina.swoboda@bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at
http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0002