Kössl: Es ist ein Hohn, dass sich gerade Blecha als Ober-Aufklärer der Nation aufspielt

ÖVP-Sicherheitssprecher erinnert an Blechas eigenes "Sündenregister"

Wien (ÖVP-PK) - Es ist schon merkwürdig und geradezu ein Hohn, dass gerade Karl Blecha, der wegen der aufsehenerregenden Lucona-Affäre selbst zurücktreten musste, sich nun als "Oberaufklärer der Nation" präsentieren will. Da hat die SPÖ keinen guten Griff getan, sagte ÖVP-Sicherheitssprecher Abg. Günter Kößl heute, Montag. ****

Zur Erinnerung: Udo Proksch, ein guter Freund Karl Blechas, hat das Schiff Lucona gesprengt, um die Versicherungssumme in Millionenhöhe zu kassieren. Diesem Versicherungsbetrug fielen sechs Menschen zum Opfer. Als damaliger Innenminister hat Karl Blecha zwei Mal - 1983 und 1984 - per Ministerweisung die Erhebungen gegen seinen Freund Udo Proksch unterbrochen.

1989 wurde der politische Druck auf Blecha zu groß - Blecha trat wegen seiner Verstrickungen in den Lucona-Skandal von all seinen politischen Ämtern zurück. Weiters ist Blecha-Freund Leopold Gratz im Zuge des Lucona-Skandals als Nationalratspräsident zurückgetreten und wurde wegen falscher Zeugenaussage und Beschaffung falscher Papiere verurteilt. Udo Proksch wurde zu 20 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt.

"Wenn man sich das alles in Erinnerung ruft, kann man sich nur wundern, dass gerade Karl Blecha nun den empörten Moralapostel spielt - eine unglaubwürdige Rolle!", sagte Kößl abschließend. (Schluss)

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