FP-Matiasek: Videoüberwachung allein ist zu wenig

Nachdrückliche Vermittlung der Hausordnung und strikte Konsequenz bei Nichteinhaltung gefordert

Wien, 18.02.2008 (fpd) - Die Überwachung neuralgischer Zonen zur Vermeidung von Vandalenakten ist grundsätzlich zu begrüßen, so die stellvertretende FPÖ-Parteiobfrau für Wien, LAbg. Veronika Matiasek, welche aber der Meinung ist, dass es vor allem an der nachdrücklichen Vermittlung einer Hausordnung einerseits und den strikten Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Mieter andererseits, fehle.

Wichtig sei vor allem, dass eine Hausordnung für alle Mieter gleichermaßen gilt. Es gehe daher nicht an, dass sich ein Teil der Mieter an Ruhezeiten hält und andere bis Mitternacht in den Höfen schreien und toben und solch unleidliches Verhalten dann bei Beschwerden auch noch mit "kulturellen" Eigenheiten entschuldigt wird. Weiters muss vermittelt werden, dass die Gänge kein zusätzliches Vorzimmer oder Abstellplatz für Schuhe und Kinderwägen sind sondern der Gang einen allgemeinen Bereich darstellt, so Matiasek.

Gerade Mieter aus dem Zuwandererbereich haben massive Defizite beim Einhalten der bislang üblichen Ordnungsrahmen. Auch bei der Müllentsorgung sind Konflikte an der Tagesordnung. Sauberkeit und Umweltbewusstsein, Müllvermeidung und richtige Entsorgung gehören ins Integrationsprogramm und sind zu vermitteln, bevor eine Wohnung übergeben wird. Die zuständigen Stellen von Wiener Wohnen müssen sich überzeugen, ob diese Inhalte überhaupt erfasst und verstanden wurden, meint Matiasek.

Wo viele Menschen zusammenleben braucht es Regeln. Diese müssen klar vermittelt werden, hier herrscht bei Wiener Wohnen ein großes Defizit. Die Konflikte im Gemeindebau werden daher mit der Videoüberwachung allein sicherlich nicht zu lösen sein. (Schluss) paw

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