Klimaschutz: nicht Jammern sondern endlich handeln!

Wien (OTS) - Ein Ende des unwürdigen Schauspiels um die Klimaschutzziele fordert die Umweltorganisation VIRUS. Sprecher Wolfgang Rehm kritisiert das Jammerkonzert, das Vertreter von Politik und Wirtschaft - zuletzt der Verband der Elektrizitätswerke -anlässlich der neuen EU-Vorgaben gestartet haben, als absolut unangemessen.

"Wenn Minister wie Bartenstein und Pröll auf angeblich großartige Leistungen Österreichs verweisen, dann haben wir es endgültig nur mehr mit unverschämtem Pflanz zu tun," so Rehm. Österreich hat nicht nur das ohnehin bescheidene Kyoto Ziel nicht erreicht, sondern anstelle einer 13%-igen Reduktion gegenüber dem Jahr 1990 einen Emissionszuwachs von 18% zu verzeichnen. "Österreich liegt damit -entgegen anderslautenden Meldungen von der Prozentrechnung nicht Mächtigen - um 35,6% über dem Kyoto Ziel und war damit nicht fähig, auch nur eine kleine Reduktion seiner Treibhausgasemissionen zu erreichen," kritisiert Rehm. Die Umweltorganisation vermisst den überfälligen Start der erforderlichen Aufholjagd anstatt die EU Vorgabe einer 16 % Reduktion gegenüber 2005 als Belastung biblischen Ausmaßes hinzustellen. Dabei würden mit diesen Vorgaben 2020 gerade einmal die Ausgangswerte von 1990 wieder erreicht, also ein Nullsummenspiel über 30 Jahre, in denen die Anreicherung der Atmosphäre mit anthropogenen Treibhausgasen munter weitergehen kann. "In Österreich wurde zum Klimaschutz viel geredet, wenig getan und nichts erreicht, noch mehr heisse Luft bringt uns nicht weiter" bilanziert Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm
0699/12419913
virus.umweltbureau@wuk.at
http://www.wuk.at/virus

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