Strache: Gusenbauer soll Appell des Verbands der Serben in Österreich ernst nehmen

Bundesregierung und Plassnik versuchen, Großmachtpolitik zu spielen

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache untermauerte heute die Position der Freiheitlichen zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo. Österreich dürfe diesen künstlichen, auf US-amerikanisches Geheiß geschaffenen Staat nicht anerkennen und sich nicht mitschuldig machen an diesem eklatanten Bruch des Völkerrechts. Strache forderte Bundeskanzler Gusenbauer auf, den Appell des Verbands der Serben in Österreich ernst zu nehmen und sich darauf zu besinnen, dass die UNO-Resolution 1244 keine Unabhängigkeit des Kosovo vorsehe.

Leider stehe zu befürchten, dass Außenministerin Plassnik beim heutigen EU-Außenministertreffen in Brüssel sich zum Anwalt Pristinas machen und auf eine rasche Anerkennung drängen werde. Anstatt die neutrale Tradition Österreichs zu beherzigen und eine Vermittlerrolle einzunehmen, würden Plassnik und die Bundesregierung versuchen, Großmachtpolitik zu spielen, was auch der aberwitzige Einsatz im Tschad eindringlich beweise. Großes Lob zollte Strache in diesem Zusammenhang den klaren Worten des ehemaligen kanadischen Botschafters in Belgrad, James Bissett, der davor gewarnt hat, dass der Balkan nun weiter destabilisiert werde, und auch auf die Verbrechen hingewiesen hat, die im Kosovo an Serben verübt worden sind. "Hat man bereits vergessen, dass über 250 Kirchen zerstört und niedergebrannt und unzählige christlich-orthodoxe Priester verschleppt und ermordet wurden? Aber die Meinung erfahrener Diplomaten, die sich in dieser Krisenregion bestens auskennen, ist offenbar weder in Brüssel noch in Wien gefragt. Stattdessen unterwirft man sich freudig dem Willen Washingtons." Als positiv bewertet Strache die kritische Haltung der skandinavischen Staaten.

Hinsichtlich der rund 3.000 Kosovo-Albaner, die gestern am Heldenplatz in Wien die Unabhängigkeitserklärung bejubelt haben, meinte Strache, dass es angebracht wäre, dass sich diese nun schleunigst in ihre Heimat aufmachten, um dort am Wiederaufbau teilzunehmen. Es gebe für sie keinen Grund, länger in Österreich zu verweilen.

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