Immer mehr Lehrverhältnisse werden vorzeitig beendet - FPÖ fordert Maßnahmen

Hofer: Intensivere Berufsberatung und Renaissance des dualen Ausbildungssystems sind Gebote der Stunde

Wien (OTS) - Im Jahr 2006 wurden österreichweit über 16.000 Lehrverhältnisse vorzeitig beendet, wobei es mit Jahresende noch rund 126.000 Lehrlinge gab. Etwa ein Viertel der Lehrverträge wurde noch während der Probezeit aufgelöst. Da nach Ablauf der Probezeit die Kündigung durch den Lehrling die häufigste Ursache für die Beendigung eines Lehrverhältnisses war, wünscht sich FPÖ-Vizebundesobmann NAbg. Norbert Hofer eine Intensivierung der Berufsberatung.

Hofer: "Es fällt auf, dass es vor allem bei den traditionellen Lehrberufen besonders viele Vertragsauflösungen gibt. Nicht zuletzt deshalb ist es unbedingt notwendig, Kinder und Eltern bereits ab der sechsten Schulstufe über diverse Berufsmöglichkeiten und Entwicklungen am Arbeitsmarkt zu informieren. Die Palette an Ausbildungsmöglichkeiten ist groß und nicht immer sind es die klassischen Lehrberufe, die die besten Zukunftschancen bieten oder den Talenten der Kinder entsprechen."

Als Anreiz zur Einstellung von Lehrlingen und um der dualen Ausbildung wieder zu einem höheren Stellenwert zu verhelfen, schlägt der Freiheitliche außerdem vor, die Kosten österreichischer Lehrlinge während der Berufsschulzeit von der öffentlichen Hand tragen zu lassen. Die Lehrlingsausbildungsprämie solle beibehalten werden.

"Dies würde auch eine Ausgleichsmaßnahme zu den Schülern mittlerer und höherer Schulen darstellen, denen der Staat ihre Bildung zum überwiegenden Teil bezahlt, wenngleich sie zum Unterschied von Lehrlingen noch keinen effektiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung leisten können", führt Hofer aus.

Das freiheitliche Modell zugunsten der dualen Ausbildung würde es möglich machen, die Berufsschulzeiten zu verlängern und damit eine bessere Grundausbildung für unsere Lehrlinge zu ermöglichen.

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