Mölzer: Unabhängigkeit des Kosovo mit der Büchse der Pandora vergleichbar

EU zahlt für US-Großmachtinteressen am Balkan

Wien (OTS) - Auf die gestrige, einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo angesprochen, bekräftigt der FPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Mölzer heute die freiheitliche Forderung, daß Österreich und die Europäische Union im Sinne der UNO-Resolution 1244 den Kosovo als eigenständigen Staat nicht anerkennen dürfe, sondern nach einer Lösung unter Einverständnis Serbiens suchen müsse. "Man hat hier so etwas wie die Büchse der Pandora geöffnet, denn", so Mölzer, "was passiert beispielsweise, wenn sich jetzt die serbische Minderheit im Kosovo für unabhängig erklärt?"

Darüber hinaus sei die Sorge der Serben, ihre Minderheit im Kosovo käme in Gefahr, durchaus nicht unberechtigt. "Man wird sehen, wie lange die Versprechen der Kosovo-Albaner halten", bezweifelt der freiheitliche EU-Parlamentarier die Beteuerungen, die Lage am Balkan würde stabil bleiben. Die zu diesem Zwecke entsandte EU-Mission und die bereits stationierten KFOR-Truppen würden, befürchtet Mölzer, alle Hände voll zu tun haben, die Lage unter Kontrolle zu halten.

"Die Kosten für dieses Engagement tragen natürlich die Steuerzahler der EU-Mitgliedsländer, den Nutzen daraus ziehen aber andere", kritisiert Mölzer den Umstand, daß sich die EU hier zum Handlanger US-amerikanischer Interessen am Balkan macht, und dafür auch noch bezahlen müsse. Mölzer: "Neben Albanien ist jetzt auch der Kosovo ein weiterer US-Brückenkopf am Balkan. Daß wir Europäer hier beim Großmachtspiel zwischen den USA und Rußland mitmachen, ist mehr als fragwürdig, zumal wir auch Serbien vor den Kopf stoßen, anstatt es in Europa einzubinden."

Ein weiterer Umstand, den der FPÖ-EU-Abgeordnete scharf bekrittelt, ist, daß die Kosovo-Albaner in Wien zwar mit Freudengeschrei die Unabhängigkeit des Kosovo feiern, aber offensichtlich nicht bereit seien, nicht mehr länger dem österreichischen Steuerzahler auf der Tasche zu liegen und anstatt dessen in ihre Heimat zurückzukehren, um dort dringend benötigte Aufbauarbeit zu leisten. Mölzer abschließend:
"Fräulein Arigona Zogaj könnte hier mit gutem Beispiel voran gehen, und ihrer Familie zu Hause im Kosovo beim Aufbau behilflich sein."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0003