"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Koalitionäre Summenspiele

Klagenfurt (OTS) - Die Koalition an der Affäre im Innenministerium scheitern zu lassen, wäre äußerst unklug. Mit Verlaub: Für wen? Nationalratspräsidentin Barbara Prammer - die besagte Äußerung tätigte - wird offensichtlich die rot-schwarzen Koalitionäre meinen. Eine Neuwahl käme beiden empfindlich ungelegen. Es gibt nichts zu holen. Stattdessen: viel zu verlieren. - Deren Sache?

Kümmert´s das Volk? - Nun: Eine Neuwahl zettelt noch keine Revolution an. DIESE Neuwahl schon gar nicht. Ihr würde das Paradoxon obliegen, die Ist-Situation fortzuschreiben. Warum? Weil auch die Opposition keine Bäume ausreißen sollte. Ein Prozent auf oder ab ergibt keine neue Mehrheit. Ein Prozent plus oder minus beendet keine Große Koalition. SPÖ und ÖVP müssten in die Verlängerung - wenn auch mit neuen Köpfen ... Ob DAS unklug ist?

Äußerst unklug wäre in jedem Fall, die Affäre im Staate auszusitzen. Wo Rechtsstaatlichkeit mit Füßen getreten wird, sind koalitionäre Summenspiele unbedeutend.

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