Mölzer: Finanzhilfen für einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo sinnlos

EU ignoriert Umstand, dass der Kosovo wirtschaftlich nicht überlebensfähig ist

Wien (OTS) - "Wenn da morgen durch eine einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht Konfliktlösung betrieben wird, sondern weiterer Zündstoff in die Balkanregion getragen werden soll, dann ist das auch eine finanzielle Frage", stellt heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer fest. "Der Kosovo ist wirtschaftlich nicht überlebensfähig, mehr als die Hälfte der Menschen sind arbeitslos", führt Mölzer neben seinen grundsätzlichen Bedenken gegen die einseitige Unabhängigkeitserklärung ins Vordertreffen.

Bereits bis heute habe der Kosovo-Konflikt Milliarden Euro verschlungen, die geplante Entsendung von 2000 EU-Juristen und Polizisten sowie eine Milliarde Euro Wirtschaftssoforthilfe seien da nur ein weiterer Schritt, einer Region, die politisch auch weiterhin instabil bleiben wird, nur oberflächlich zu helfen, so der freiheitliche Abgeordnete.

"Es steht zu befürchten, dass sich die Europäische Union mit ihrer Haltung in Sachen Kosovo nur weitere große Probleme schafft, anstatt welche zu lösen", meint Mölzer, der abschließend fordert, dass man sich zumindest seitens der österreichischen Bundesregierung dazu durchringt, das richtige zu tun, nämlich diese einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht anzuerkennen. "Kanzler Gusenbauer täte gut daran, gemeinsam mit seinen europäischen Kollegen eine UN-Resolutionskonforme Lösung zu finden, unter Einverständnis der beteiligten Streitparteien - das würde auch Finanzhilfen seitens der Union nicht völlig sinnlos machen!"

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