Mobilisierung im Kinderzimmer

Ausstellung ab 18. Februar um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Hietzing

Wien (OTS) - Wann beginnt Gewalt bei Kindern? Vielleicht dann,
wenn Sie Uniform tragen. Die Volkshochschule Hietzing zeigt private Kinderfotos von den frühen Tagen der Fotografie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg, gezeigt aus der Sammlung Jörg C. Steiner der Bearbeitung von Ing. Christian M. Zehetmayer.

Im Laufe des frühen 19. Jahrhunderts begriff man zwar allgemein, dass Kinder keine kleinwüchsigen Erwachsenen sind, sondern einer adäquaten Erziehung bedürfen, doch dominierte die Vorbereitung auf die zukünftige Rolle in der Gesellschaft die Kinderzeit. Mädchen spielten mit Puppenküche und Kaufmannsladen, Buben mit Schaukelpferden, Zinnsoldaten und Säbel. Verstärkt durch den Wunsch der Eltern aller Gesellschaftsschichten, sich in ihren Kindern idealisiert wiederzufinden und weiterzugeben, führte dies in einer zunehmend militarisierten Gesellschaft zu immer echter wirkenden Kinderuniformen und Waffen. Der Weg vom Kinderzimmer auf die blutigen Schlachtfelder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war damit fast zwangsläufig vorgezeichnet.

Eröffnet wird die Schau durch Dr. Gert Czermak vom Österreichischen Kinderschutzbund denn Gewalt beginnt schon vor der so genannten "g’sunden Watschen". Der Österreichische Kinderschutzbund, den der Vater von Gert Czermak, der legendäre Kinderarzt Hans Czermak, begründet hat, setzt sich für die Verbreitung und Förderung der Idee und Praxis des gewaltlosen Umgangs mit Kindern ein. Er tritt für eine Sensibilisierung für alle Formen der Gewalt ein von personalen, strukturellen, physischen, psychischen bis zur sexuellen Gewalt ein. (Schluss) vhs

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Volkshochschule Hietzing
Dr. Robert Streibel
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