Korrektur zu OTS012 Titel: GBH-Muchitsch: Verhöhnung der Schwerarbeiter muss endlich aufhören!

Überarbeitung der Schwerarbeitsregelung dringend erforderlich

Graz (GBH/ÖGB) - Korrektur zu OTS012: Im zweiten Absatz muss es richtig heißen: An den Anspruchsvorraussetzungen, wie dem Erreichen des 60. Lebensjahres, dem Nachweis von 45 Versicherungsjahren und dem Nachweis, in den letzten 20 Jahren mindestens 10 Jahre Schwerarbeit geleistet zu haben, scheitern die Betroffenen.

Korrektur zu OTS012 Titel: GBH-Muchitsch: Verhöhnung der Schwerarbeiter muss endlich aufhören!

Überarbeitung der Schwerarbeitsregelung dringend erforderlich

Graz (GBH/ÖGB) "Bei Pensions-Neuzugängen von insgesamt 99.342 Menschen konnten nur 175 Männer - das sind lediglich 0,18 Prozent -im Jahr 2007 die restriktiven Anspruchsvoraussetzungen für eine Schwerarbeitspension erfüllen, wie die aktuellen Zahlen der PVA für das Jahr 2007 zeigen. Die Schwerarbeitsregelung ist damit aus meiner Sicht gescheitert und bedarf einer völligen Neuordnung, denn in der derzeitigen Form stellt sie nur eine Verhöhnung der SchwerarbeiterInnen dar", so der Abg. z. NR und Stv. Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Josef Muchitsch. ++++

Die GBH hat bereits lange vor der Einführung der Schwerarbeitsregelung auf deren massive Schwächen hingewiesen und sich aktiv an ExpertInnenrunden beteiligt, die dazu führten, dass zumindest die Liste der Schwerarbeitsberufe deutlich erweitert wurde. Muchitsch: "Trotzdem ist die Schwerarbeitspension gerade für die Bau-und Holzarbeiter, also für `klassische Schwerarbeiter´, praktisch nicht erreichbar. An den Anspruchsvoraussetzungen, wie dem Erreichen des 60. Lebensjahres, dem Nachweis von 45 Versicherungsjahren und dem Nachweis, in den letzten 20 Jahren mindestens 10 Jahre Schwerarbeit geleistet zu haben, scheitern die Betroffenen. Viele schaffen es auf Grund schwerer berufsbedingter Erkrankungen nicht, bis 60 zu arbeiten und auch seitens der Wirtschaft gilt man mit 60 Jahren meist als nicht mehr vermittelbar bzw. im Betrieb nicht mehr erwünscht."

Muchitsch abschließend: "Die Bundesregierung muss nun rasch handeln und die Schwerarbeitsregelung endlich sozial gerecht gestalten. Jeder, der einmal die Arbeit auf Baustellen, in Steinbrüchen, an Hochöfen und in vielen anderen Produktionsbereichen beobachtet hat, muss wissen, dass es in Österreich deutlich mehr als diese 175 Schwerarbeiter in einem Jahr gibt, die sich durch ihre Arbeit den Antritt einer Schwerarbeitspension verdient hätten. Die GBH wird nicht ruhen, bis es eine menschliche, faire und gerechte Schwerarbeitsregelung gibt!"

ÖGB, 15. Februar 2008

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