Platter zum Fall Kampusch: Parteipolitische Taktik hinten anstellen

Hochrangige Experten aus Kriminologie und Psychologie arbeiten fundiert an Aufklärung der Vorwürfe

Wien (ÖVP-PK) - "Es sind alle angehalten, die parteipolitische Taktik hintanzustellen und keine Vorverurteilungen zu machen, über Menschen, die tagtäglich für Österreich im Einsatz sind", stellt Innenminister Platter heute im Bundesrat zum Fall Kampusch fest. Die Evaluierungskommission sei installiert worden, um Natascha Kampusch eine "lückenlose Aufklärung" zu gewährleisten. "Für die Kommission konnten hochrangige Experten gewonnen werden, die für eine fundierte Aufklärung sorgen werden", so Platter. ****

"Ich habe schriftlich festgelegt, dass die Kommission eine unbeschränkte Zugriffsmöglichkeit hat, schriftlich auch festgestellt, dass die Kommission unabhängig und weisungsfrei im gesamten Fall Kampusch arbeiten kann. Es ist auch klar gestellt worden, dass, wenn Erkenntnisse gesammelt werden - bei dienst- und strafrechtlicher Relevanz, sofort die zuständigen Stellen informiert werden müssen", so Platter weiter. Die Sensibilität innerhalb der öffentlichen Diskussion sei bekannt, der Bericht der Kommission solle in spätestens vier Monaten erfolgen. Zudem stellte der Innenminister klar: "Die Kommission wird von mir nicht beeinflusst. Es ist wichtig, dass die Kommission jetzt in Ruhe arbeiten kann", so Platter.

"Es ist falsch hier Minister - egal ob Strasser, Prokop oder Schlögl - schuldig zu machen. Es ist das völlig Falsche, dass man Ermittler zu Tätern macht, das kann nicht sein. Täter war Priklopil", betont Platter.

Weiters stellte Platter fest: "Herr Haidinger hatte ab dem 1. Oktober 2000 die federführende Verantwortung. Er kann seine Verantwortung nicht so einfach auf andere abwälzen", schließt Platter.
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