Grüne Wien: Wiener Linien planen weitreichende Verschlechterungen für Öffi-BenützerInnen

Puller verlangt Garantieerklärung der Wiener Linien, dass es keine Verschlechterungen geben wird

Wien (OTS) - Ab 11. Mai müssen nach Informationen, die den Grünen vorliegen, Öffi-BenutzerInnen an Wochenenden länger auf Straßenbahn-und Autobuslinien warten. Längere Intervalle von Bim und Bus sind offenbar beschlossene Sache. Betroffen sind gleichermaßen alle Straßenbahn- und Autobuslinien. In ihrer Reaktion schließen die Wiener Linien die Intervallverlängerung nicht aus und bestätigen daher die Kritik der Grünen. "Ich verlange eine Garantiererklärung, dass die Intervalle für die Öffi-BenutzerInnen nicht verschlechtert werden", so die Verkehrssprecherin der Grünen Wien, Ingrid Puller.

Konkret sollen alle Straßenbahn- und Buslinien Samstag von Betriebsbeginn bis sieben Uhr früh nur mehr alle 15 Minuten fahren -bisher 10 Minuten. Zugleich soll nach diesen Plänen abends schon ab 20 Uhr (bisher 22:00 Uhr) auf ein 15 Minuten Intervall - bisher 10 Minuten, umgestellt werden. Sonntags sollen alle Straßenbahn - und Buslinien der Wiener Linien von Betriebsbeginn bis 12:00 Uhr auf 15 Minuten ausgedünnt werden - bisher 15 Minuten Intervall nur bis acht Uhr Früh. Ebenfalls soll das Abendintervall auf 15 Minuten schon ab 20 Uhr vorverlegt werden, bisher 22:00 Uhr. Einige Linien wie z.B. die Straßenbahnlinien 33, 42 oder die Buslinie 69a sollen Sonntags ganztägig überhaupt nur mehr im 15-Minuten-Intervall geführt werden. Bisher fuhren diese Linien weitgehend im 10-Minuten-Takt.

Puller: "Diese Fahrplanänderung bedeutet eine massive und flächendeckende Verschlechterung des Angebots der Wiener Linien. Besonders absurd erscheinen diese Änderungen im Lichte der erst im vergangenen Jahr angehobenen Tarife für den öffentlichen Verkehr in Wien". Die Grünen Wien fordern die sofortige Rücknahme und Änderung der geplanten Intervallausdehnung an den Wochenenden. "Die Wiener Verkehrspolitik benötigt dringend einen Modernisierungsschub und keine Verschlechterung des öffentlichen Angebots, sondern weitere Anreize für die BürgerInnen, um vom Auto auf die Öffis umzusteigen. Die Intervall-Verlängerung ist klimaschutz-politisch ein völlig kontraproduktiver Schritt", so Puller abschließend.

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