Mandak: Zukunftsorientierte Familienpolitik braucht leistbare Kinderbetreuungsplätze

Grüne: Regierungsstreitigkeiten werden auf dem Rücken der Familien ausgetragen

Wien (OTS) - Nach der missglückten 15a-Vereinbarung bei der 24-Stunden-Pflege steht jetzt die 15a-Vereinbarung zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen in Diskussion. "Auch hier schlägt sich die katastrophal schlechte Zusammenarbeit der Regierungsparteien nieder", meint Sabine Mandak, Familiensprecherin der Grünen. Doch nicht nur parteiübergreifend, sondern vor allem auch innerhalb der ÖVP werden Streitigkeiten auf Kosten der Betroffenen - in diesem Fall der Familien - ausgetragen.

"Vor allem die ganztägige Kinderbetreuung ist für so manchen Landeshauptmann, wie etwa Erwin Pröll, ein rotes Tuch", so Mandak und weiter: "Es ist höchste Zeit, dass Ministerin Kdolsky ihren ParteikollegInnen einmal auf die Zehen steigt und klar macht, dass eine zukunftsorientierte Familienpolitik auch wesentlich von genügend guten und für die Familien leistbaren Kinderbetreuungsplätzen abhängt. Die laufend zurückgehenden Geburtenraten zeigen klar:
Kinderbetreuungsgeld allein bringt Paare nicht dazu, sich für mehr Kinder zu entscheiden", so Mandak.
Dem Bund müsse klar sein, dass eine einmalige Förderung von 4.000 Euro für einen Ganztagskindergartenplatz keine nachhaltige finanzielle Unterstützung für die Länder und Gemeinden bedeute, denn die wesentlichen Kosten seien die laufenden Personalkosten. "Der Bund wird die Länder auch laufend finanziell unterstützen müssen, damit sich die Eltern die Betreuung ihrer Kinder auch leisten können", so Mandak.

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