Grünewald: Hahn lässt Universitäten im Stich

Wissenschaftsminister muss Universitäten ausreichend Ressourcen zusagen

Wien (OTS) - "Es ist wahrlich keine Kunst, den Universitäten Tipps und Ratschläge zu geben und sich dann zurückzulehnen und zu sagen:
aber finanzieren sollen sie sich das selber", kritisiert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, Hahns Ankündigungen, Universitäten sollen Teilzeitstudien selbst finanzieren. "Hahn entzieht sich jeglicher Verantwortung. Er sitzt im Ministerbüro und macht von dort aus Vorschläge - wie es mit der Umsetzung aussieht interessiert ihn dann aber nicht. Er lässt die Universitäten vollkommen in Stich", übt Grünewald Kritik.

"Universitäten müssen derzeit um jeden Euro ringen. Die Budgets sind derart knapp, dass es vollkommen jenseitig ist zu glauben, sie werden unter den derzeitigen Rahmenbedingungen Teilzeitstudien einführen. Immerhin verlieren sie damit ein Drittel ihres Budgets", erklärt Grünewald. "Wenn Hahn also nicht nur Vorschläge machen will, sondern auch daran interessiert ist, dass diese umgesetzt werden können, muss er den Universitäten auch ausreichend Ressourcen zusagen", fordert Grünewald.

Laut Berechnungen der TU Wien verliere alleine diese Universität sechs Millionen Euro. "Die Befürchtung ist somit begründet, dass den Universitäten das Hemd näher sein wird als ihr Rock. Es ist daher zu billig, den einsichtigen ´Sozialo´ zu inszenieren und die Universitäten die Rechnung zahlen zu lassen. Jedenfalls würde dieses Szenario die mäßigen Budgetsteigerungen an den Unis, die von der Regierung so bejubelt wurden, wieder zunichte machen" warnt Grünewald und erinnert Hahn gleichzeitig daran, dass eine aktuelle Studie der Industriellenvereinigung einen deutlich stärkeren Investitionsbedarf an den Universitäten einmahnt, der durch die Wortspenden des Ministeriums aber konterkariert wird.

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