BMHS - Gewerkschaft präsentiert Studie

Meister Eder irrt, Absolventen mit Schulwahl sehr zufrieden

Wien (OTS) - Laut Bildungsforscher sitzen 60 Prozent der 15-Jährigen in der falschen Schule. Diese Daten werden von einer Studie der BMHS-Gewerkschaft (Berufsbildende, mittlere und höhere Schulen) nicht bestätigt. Laut einer von der Gewerkschaft in Auftrag gegebenen Befragung der Absolventen des Kaufmännischen Schulwesens existiert ein hoher Zufriedenheitsgrad mit der Schulbahnentscheidung. Zwar waren nur 57 % der 15-Jährigen in der Lage, eine eigene Schullaufbahnentscheidung zu treffen. In 21 % der Fälle trafen Eltern die für die Zukunft ihrer Kinder so wichtige Entscheidung.
Auch die Aussage, der überwiegende Teil der BHS-Absolventen studiere an einer Universität, konnte durch die Befragung nicht bestätigt werden. Im Gegenteil, lediglich 21 % gingen an die Uni, der Rest wählte den Direkteinstieg in den Beruf.

57 % haben sich aus eigener Entscheidung für eine Ausbildung an der HAK entschieden. 21 % sind dem Rat ihrer Eltern gefolgt und jeweils 11 % hatten keine konkreten Berufsvorstellungen oder haben sonstige Gründe genannt (Freunde, Bekannte).

Das kaufmännische Schulwesen ist, wie alle anderen berufsbildenden Schulen auch, aus Tradition leistungsorientiert. Es vermittelt berufsspezifisches Wissen und Arbeitshaltungen und bietet dafür dem Leistungswilligen neben der Hochschulreife eine abgeschlossene berufliche Ausbildung. BMHS-Schüler scheitern nicht wegen fehlender Leistungsfähigkeit und fehlendem Leistungswillen, sie scheitern großteils wegen mangelhafter Vorkenntnisse.

Der Vorsitzende der BMHS-Gewerkschaft, Jürgen Rainer, appelliert an die Ministerin sich Gedanken darüber zu machen, auch den 15-jährigen Jugendlichen in Klassen mit 36 Schülern zu helfen. Nicht nur die 10-Jährigen haben ein Recht auf kleinere Klassen und einen leistungsorientierten Unterricht in Kleingruppen. Auch das berufsbildende Schulwesen benötigt pro Klasse zusätzliche Ressourcen, damit neu eintretenden Schülern mit unterschiedlichsten Vorkenntnissen Chancengleichheit geboten werden kann.

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Mag. Jürgen Rainer
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