Bundesbäuerin Schiffmann: Lebensmittel sind ihren Preis wert

ARGE Österreichische Bäuerinnen verweist auf Mehrwert heimischer Produkte

Wien (OTS) - "Der Rohstoffanteil an den Gesamtkosten eines Lebensmittels wird immer geringer, je mehr ein Produkt weiterveredelt wird beziehungsweise je höher der Dienstleistungsanteil an einem Nahrungsmittel ist. Aus diesem Grund hat ein Preisanstieg bei agrarischen Rohstoffen mittlerweile eine geringe Auswirkung auf die Konsumentenpreise. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass eine angenommene Preissteigerung bei Weizen auf internationalen Märkten um 83% für eine Bäckersemmel nur eine geringfügige Preiserhöhung von maximal 0,6 Cent bewirken würde", erklärt Theresia Schiffmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bäuerinnen in der Landwirtschaftkammer Österreich, zur aktuellen Diskussion über gestiegene Lebensmittelpreise.

Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen kritisiert, dass in dieser Diskussion immer wieder der Eindruck erweckt wird, dass längst notwendige Preissteigerungen bei agrarischen Rohstoffen alleinige Auslöser für Preiserhöhungen beim Konsumenten seien. "Tatsache ist, dass bei den Verbraucherpreiserhöhungen der letzten Wochen und Monate eine Reihe anderer Kostenkomponenten wie Energie, Löhne und Transport zu berücksichtigen sind. Vom Preis, den der Konsument für Brot bezahlt, gehen nur 5% für den Rohstoff Weizen an die Bäuerinnen und Bauern und bei Semmeln sind es knapp 2%", stellt Schiffmann klar.

"Österreichs Bauernfamilien liefern den heimischen Konsumenten Lebensmittel in höchster Qualität, die umwelt- und tiergerecht erzeugt werden. Daher ist es höchst notwendig, dass sich die Schere zwischen agrarischem Erzeugerpreis und Konsumentenpreis, die in den vergangenen zehn bis 15 Jahren zulasten der bäuerlichen Familienbetriebe immer größer geworden ist, wieder verringert. Hier hat es keine parallele Entwicklung gegeben. Im Gegenteil: Zwischen 2000 und 2006 wurde Getreide um 11% billiger, der Brotpreis wurde allerdings im selben Zeitraum um mehr als ein Drittel angehoben. Die steigenden Dienstleistungskosten, Löhne und Gehälter, Energie und Transport haben in diesem Zeitraum wesentlich stärker angezogen, als die Preise für unsere hochwertigen agrarischen Erzeugnisse aus bäuerlicher Produktion", verweist Schiffmann auf die Fakten. (Schluss)

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