Schultes: Preissteigerungen bei Lebensmitteln bei Bauern noch nicht angekommen

Tierhalter bekommen weniger, obwohl Fleisch teurer geworden ist

St. Pölten (OTS) - "Der Großhandelsindex belegt es: Die steigenden Konsumentenpreise kommen bei den Bauern nicht an. In der Kategorie 'Fleisch und Verarbeitete Produkte' zeigt sich, dass die Preise in dieser Indexauswertung im letzten Jahr um 6,3% gestiegen sind. Beim Ausgangsprodukt 'Lebende Tiere' - also dem Produkt der Bauern - ist der Index um 5,8% gesunken. Erschwerend kommen noch die hohen Betriebsmittelausgaben hinzu, die den niedrigen Erzeugerpreisen gegenüberstehen", stellte heute Niederösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes zur anhaltenden Lebensmittelpreisdebatte fest.

"Die Landwirtschaft kann nicht als Ursache für steigende Fleischpreise verantwortlich gemacht werden. Wir fordern eine faire Darstellung über die wahren Ursachen der Preiserhöhungen abseits von Pauschalurteilen", betonte Schultes. "Die Landwirtschaft als Preistreiber hinzustellen führt uns nicht weiter. Stattdessen sollten wir mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette in einen konstruktiven Dialog zum Wohl der Konsumenten und damit auch der Landwirtschaft treten", so der Präsident.

Preise steigen bei wichtigen Betriebsmitteln in der Tierhaltung

"Die Kosten für Betriebsmittel wie Futtermittel, Düngemittel und Treibstoffe sind im vergangenen Jahr teilweise fast um die Hälfte gestiegen, während die Preise für Schlachtvieh gesunken sind. Getreide, Saaten und Futtermittel sind von 2006 bis 2007 preislich um 44,7% gestiegen, Düngemittel um 7% und Motorenbenzin inklusive Diesel um 2,9%. Demgegenüber steht der dokumentierte Preisrückgang bei der Kategorie 'Lebende Tiere' um 5,8%. Offensichtlich verkraftet der Markt bessere Preise. Jeder wird verstehen, dass auch die Bauern in der Tierproduktion den ihnen zustehenden Teil bekommen müssen", unterstrich Schultes.
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