Kadenbach: Chemotherapie- und DialysepatientInnen von Kostenbeteiligung befreien

Schwerkranke Menschen dürfen nicht noch zusätzlich belastet werden

St. Pölten (SPI) - NÖ Gesundheits- und Krankenanstaltenlandesrätin Karin Kadenbach besuchte heute das Medizinische Zentrum in Gänserndorf. "Der NÖ Landtag hat ja den Beschluss gefasst, dem Medizinischen Zentrum zusätzliche Aufgaben zuzuweisen. Im Gespräch ist hier unter anderem die Möglichkeit der Chemotherapie und Dialyse", so Landesrätin Kadenbach. In diesem Zusammenhang forderte Landesrätin Kadenbach neuerlich, dass chronisch kranke PatientInnen, dazu zählen Chemotherapie- und DialysepatientInnen, die sich oft mehrmals pro Woche zur Therapie ins Krankenhaus begeben müssen, von der Kostenbeitragspflicht pro Verpflegungstag befreit werden.****

Die NÖ Spitäler verrechnen derzeit Chemotherapie- und Dialysepatienten für Behandlungen die weniger als 24 Stunden dauern, nach wie vor stationäre Gebühren. Die kranken Menschen werden dadurch mit bis zu 400 Euro jährlich belastet. Dieser untragbare Zustand wird auch von der Niederösterreichischen Arbeiterkammer bereits seit langem kritisiert.

Kadenbachs Bestrebungen diese Problematik in NÖ auf gesetzlicher Ebene im Interesse dieser schwerstkranken Menschen zu regeln, sind bisher daran gescheitert, dass das Krankenanstaltengesetz des Bundes eine Ausnahmegenehmigung nur für jene Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind, für OrganspenderInnen und Gebärende vorsieht. "Gerade jene Chemotherapie- oder DialysepatientInnen, die im Arbeitsprozess integriert sind und diese regelmäßige Therapie zum Weiterleben benötigen sind auf Grund ihres Einkommens benachteiligt. Bei der Diagnose Nierenversagen oder Krebs, wo nach der Operation eine Chemotherapie vorgeschrieben wird, kann es nicht sein, dass man den PatientInnen noch einen Kostenbeitrag verrechnet", kritisiert Landesrätin Kadenbach.

Sie fordert Bundesministerin Dr. Kdolsky daher auf, eine gesetzliche Regelung für diese PatientInnen zu schaffen. "Ich beabsichtige als Krankenanstaltenreferentin in der nächsten Sitzung der Landeskrankenanstaltenholding einen Antrag einzubringen, dass in Niederösterreich bis es zu einer gesetzlichen Lösung auf Bundesebene kommt, die Einhebung des Kostenbeitrags einstweilen ausgesetzt wird, wie das auch in Wien der Fall ist", so Kadenbach abschließend. (Schluss)

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