Grüne Wien/Ellensohn: 300.000 Menschen leben in Wien an der Armutsgrenze

"Jubelmeldungen über Wien als fünftreichste Region Europas nützen den Ärmsten in Wien nichts"

Wien (OTS) - "In ihrer Jubelmeldung über Wien als fünftreichste Region Europas vergisst SP-Stadträtin Brauner 300.000 Menschen, die in Wien an oder unter der Armutsgrenze leben müssen. Die Schere zwischen arm und reich klafft auch in Wien immer weiter auseinander und die SPÖ schaut weg", sagt sich Stadtrat David Ellensohn über die Selbstbeweihräucherung durch die Wiener Finanzstadträtin Brauner. "Wien sollte vielmehr in die erste EU-Liga der Armutsbekämpfung aufsteigen."

"Sinkende Reallöhne, zunehmende Armut und immer mehr "working poor" sind die Stichworte einer Realität, mit der sich immer mehr Wienerinnen und Wiener konfrontiert sehen. Gleichzeitig steigen die Einkommen aus Gewinn, Besitz und Vermögen, die Leistungen für Arme werden jedoch gekürzt. Im Vorjahr durfte bis Ende März um einen Heizkostenzuschuss angesucht werden, heuer wurde die Frist von der SPÖ kurzerhand und ohne Begründung auf 31. Jänner vorverlegt. Weniger Anträge bedeuten weniger Auszahlungen, damit bleiben ein paar Tausend Euro mehr in der SPÖ-kontrollierten Stadtkassa, die auf Kosten der Ärmsten eingespart werden", führt Ellensohn seine Kritik aus.

"Bevor sich die SPÖ demnächst öffentlich über die steigende Anzahl der Millionäre in Wien freut, wäre es intelligent sich zu überlegen, wie die Zahl der Armen und Ärmsten gesenkt werden kann", so Ellensohn. Die Grünen Wien fordern zur Armutsbekämpfung die Einführung einer Grundsicherung sowie eines gesetzlichen Mindestlohns und fünf Milliarden Euro vermögensbezogene Steuern für nötige Umverteilungsmaßnahmen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0004