Neubauer: Kapitalverbrechen Menschenhandel kann nur global bekämpft werden

Außenministerin Plassnik soll Mittlerrolle für UNO-Protokoll gegen Menschenhandel übernehmen

Wien (OTS) - "Menschenhandel ist ein Kapitalverbrechen, das mit moderner Sklaverei gleichzusetzen ist", stellt FPÖ-NAbg Werner Neubauer fest, der als Delegierter am IPU Parlaments-Forum anläßlich des "Global Forum on Human Trafficking" in Wien teilnahm. "Und das Problem ufert aus, sind doch täglich 10.000 Menschen weltweit davon betroffen. Potentielle Opfer sind durch Prävention, Opfer durch entsprechende Netzwerke zu schützen, die Täter rücksichtslos zu verfolgen und zu bestrafen."

Der abscheulichste Aspekt des an sich widerwärtigen "Geschäftszweiges" sei der Kinderhandel, so der Neubauer. Ob Opfer sexuellen Mißbrauchs, Arbeitssklaven oder Kindersoldaten, immer mehr Kinder würden zu Opfern skrupelloser Machenschaften. Insofern sei es völlig unverständlich, dass 76 Staaten das UNO-Protokoll gegen Menschenhandel bis heute nicht unterfertigt hätten.

"Für Außenministerin Plassnik und ihre europäischen Ministerkollegen leitet sich hieraus ein klarer Handlungsauftrag ab", folgert Neubauer. "Es gilt Druck auf diese Staaten auszuüben, um sie zur Unterzeichnung des Abkommens zu bewegen, was Voraussetzung einer wirksamen, weltweiten Verbrechensbekämpfung ist."

Stattdessen aber hätten Europas Regierungen der überstürzten Schengenerweiterung zugestimmt und damit eine Ausweitung des Menschenhandels nach Europa in Kauf genommen, ohne präventive Maßnahmen dagegen vorzubereiten, erklärt Neubauer, der abschließend meint: "Damit hat die EU-Festrunde vom 20. Dezember 2007 ihre Verantwortung erhöht, wirksam gegen den internationalen Menschenhandel vorzugehen. Die FPÖ erwartet sich von der Bundesregierung deshalb Ausarbeitung und Umsetzung entsprechender Maßnahmenkataloge, um die handlungsspielräume des organisierten Verbrechens einzudämmen und damit dem Freiheitsrecht jedes Menschen Rechnung zu tragen."

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