Lebensmittelpreise: REWE GROUP Austria fordert eine sachliche Diskussion

Wiener Neudorf (OTS) - Nachdem sich in den vergangenen Tagen die Diskussion rund um das Thema Lebensmittelpreise verschärft hat, fordert Österreichs Marktführer im Lebensmittelhandel eine faire und sachliche Debatte. Aus diesem Grund hat REWE Group Austria heute Bundesminister Dr. Erwin Buchinger einen Brief übermittelt, in dem das Unternehmen einige Punkte klar stellen möchte.

"Dass die Lebensmittelpreise in Österreich aufgrund der Weltmarktpreise und veränderten Rahmenbedingungen für die Produktion sowie den Verkauf im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent gestiegen sind, belegt die Analyse der Statistik Austria und ist Faktum. Tatsache ist aber auch, dass das REWE Group Austria interne Preismonitoring andere Ergebnisse zeigt. Dieses zeigt beispielsweise für das gesamte Sortiment unseres Supermarkts BILLA Preissteigerungen, die klar unterhalb des erwähnten Durchschnitts liegen", erklärt Frank Hensel, Vorstand REWE Group Austria, in einem heute übermittelten Brief an Bundesminister Dr. Erwin Buchinger.

Mit Stichtag 8. Februar 2008 lagen die Preise der 8.500 Produkte des BILLA Sortiments nur um 1,07 Prozent höher als am gleichen Tag des Vorjahrs. Gewichtet man nach Umsatzanteil - sprich, man berücksichtigt Warengruppen an ihrem Anteil am Umsatz - so liegt die Teuerung bei 2,97 Prozent. Damit ist augenscheinlich, dass bei REWE Group Austria die Preissteigerungen merklich unter den von Bundesminister Erwin Buchinger am Donnerstag, 7. Februar 2008, im Rahmen einer Pressekonferenz kommunizierten 25 Prozent liegen.

Vorrang für Österreich: REWE GROUP Austria hält an Strategie fest Als wichtiger österreichischer Lebensmittelhändler und Tochterunternehmen des internationalen Handelsunternehmens REWE Group hätte REWE Group Austria die Möglichkeit, Lebensmittel im Ausland teilweise zu einem wesentlich günstigeren Preis einzukaufen: Gerade Warengruppen wie Molkereiprodukte, Fleisch, Obst oder Gemüse werden im Ausland zu einem niedrigeren Preis angeboten. "Wir nehmen davon aber Abstand, denn österreichische Produkte haben hohen Wert und Qualität, und wir tragen gerne dazu bei, deren Zukunft zu sichern. Es ist eine Tatsache, dass wir als Lebensmittelhändler viele Anstrengungen zur Verbesserung der Produkte unternehmen - vor allem im Bereich der Qualitätssicherung. Beweis dafür ist unter anderem das Ausbleiben von großen Lebensmittelskandalen bei österreichischen Lieferanten, ganz anders als Beispiele im Ausland zeigen", betont Hensel.

REWE Group Austria fühlt sich stärker denn je zuvor verpflichtet, mit der österreichischen Landwirtschaft und heimischen Produzenten partnerschaftlich zusammen zu arbeiten. Das Bekenntnis zu Österreich - von der landwirtschaftlichen Seite der Produktion über den Handel bis hin zum Käufer - ist die beste Voraussetzung zum Schutz der klein strukturierten Landwirtschaft. Das Unternehmen wird deshalb auch trotz der aktuellen Entwicklungen von der "Österreich-Strategie" nicht Abstand nehmen und weiterhin auf heimische Lebensmittel sowie auf Produkte der klein strukturierten österreichischen Landwirtschaft setzen.

Vermutung von Preisabsprachen entbehrt jeglicher Grundlage
Im Schreiben an Bundesminister Erwin Buchinger weist REWE Group Austria deutlich darauf hin, dass die Vermutung von Preisabsprachen jeglicher Grundlage entbehren. Der Wettbewerb im österreichischen Lebensmittelhandel ist äußerst intensiv. Sowohl die Vertriebsschienen BILLA, MERKUR und PENNY der REWE Group Austria als auch der Mitbewerb müssen sofort reagieren, sollte der jeweils andere über ein besseres Angebot verfügen. Folglich werden die Preise durch den Geschäftsalltag bestimmt und entwickeln sich jeden Tag neu frei am Markt. "Somit ist die Wettbewerbssituation eher den günstigen Preisen zu- als abträglich. Und letztendlich entscheidet der Kunde jeden Tag neu, wo er welche Produkte einkauft", verdeutlicht Werner Wutscher, Vorstand REWE Group Austria.

Darüber hinaus betont Wutscher: "Der Beauftragung der Wettbewerbskommission, die Preise im österreichischen Lebensmittelhandel verstärkt zu kontrollieren, stehen wir nicht nur gelassen gegenüber, wir begrüßen diese sogar. Jegliche Bemühung, mehr Sachlichkeit in die derzeitige Diskussion zu bringen, ist in unserem Sinne. Um Falschinterpretationen künftig zu vermeiden, stehen wir politischen Entscheidungsträgern jederzeit für Gespräche zur Verfügung."

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