Huainigg an vida-Frauen: Es geht um mehr Qualität und rechtliche Absicherung - ganz besonders für Frauen

Wien (ÖVP-PK) - Kein Verständnis zeigt ÖVP-Behindertensprecher Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg für die Kritik des ÖGB, dass die Kompetenzerweiterung bei der 24-Stunden-Betreuung eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für Frauen bedeute. "Ganz im Gegenteil: Mit der neuen Regelung müssten die Betreuungskräfte - und das sind fast ausschließlich Frauen - nicht mehr im rechtsfreien Raum arbeiten. Man holt sie damit aus der Illegalität", so Huainigg, heute, Dienstag. ****

Zudem sieht die geplante Novelle des Gesunden- und Krankenpflegegesetzes feste Qualitätskriterien vor, die den hohen Standard in der Pflege sichern: "Dazu zählen Einschulungen durch diplomiertes Fachpersonal, regelmäßige Kontrollen und die Möglichkeit, den Betreuer/innen jederzeit ihre Kompetenzen zu entziehen, sollten Pflegetätigkeiten nicht adäquat ausgeübt werden", sagt Huainigg und ergänzt: "Eines sollte man nicht vergessen: Es geht darum, im Einzelfall und für einzelne Tätigkeiten Laienhelfer/innen anzuleiten und einzuschulen. Es wird hier kein neuer Berufsstand gegründet."

Haunigg weist darauf hin, dass es nicht darum gehe, den diplomierten Pflegefachkräften "etwas wegzunehmen". "Letztlich bedeutet es eine Aufwertung ihres Berufsstandes. Sie erhalten zusätzliche Kompetenzen, etwa durch die Delegation und Einschulung der 24-Stunden-Betreuerinnen. Hier entstehen neue Aufgabenfelder", sagt der Abgeordnete und ergänzt abschließend: "Man wird im Pflegebereich immer auf die Unterstützung von Laienhelfer/innen angewiesen sein. Es gibt nicht genügend diplomierte Kräfte, um den Bedarf abzudecken und gerade für viele Frauen ist dieser Bereich eine Einstiegsmöglichkeit ins Berufsleben. Versuchen wir lieber, hier Qualitätskriterien zu schaffen und die Betroffenen aus dem rechtsfreien Raum zu holen, in dem sie jetzt arbeiten!"
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