Arbeitsunfälle bzw. Berufskrankheiten: Nur fünf Prozent Fehlzeiten

Kadenbach: Gemeinsam verhindern, dass Arbeit krank macht

St. Pölten (NLK) - Mit den Fehlzeiten in Betrieben beschäftigten sich heute Dienstag, 12. Februar, Landesrätin Karin Kadenbach und Rudolf Hundstorfer, Präsident des ÖGB, in St. Pölten, nachdem sich das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung im "Fehlzeitenreport 2007" zum ersten Mal mit der Entwicklung krankheitsbedingter Fehlzeiten, mit Arbeitsunfällen, den Zusammenhängen zwischen Arbeitslosigkeit und Krankheit sowie den Fehlzeiten-Kosten auseinandergesetzt hatte. Danach seien nur rund fünf Prozent der Fehlzeiten in Betrieben auf Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zurückzuführen, sagte Kadenbach, "das spricht für die erfolgreiche Sicherheitsarbeit der letzten Jahre". Die Zahl der Arbeitsunfälle sei zwischen 1974 und 2005 um 44 Prozent gesunken. Den Rest würden Freizeitunfälle und "normale" Krankheiten ausmachen.

Seit 1980 sei die Anzahl der Krankenstandstage gleichmäßig gesunken. Dabei hätte die Zahl der Krankenstandsfälle zugenommen; die durchschnittliche Dauer des Krankenstands sei aber stark zurückgegangen. Vor allem die Kurzkrankenstände mit unter vier Tagen Dauer seien, so Kadenbach, zuletzt kontinuierlich angestiegen. Die Ausgaben für arbeitsbedingte Erkrankungen würden in Österreich bei zirka 5,5 Milliarden Euro pro Jahr liegen, für Niederösterreich bedeute das Ausgaben von rund einer Milliarde Euro.

Mit der Gründung der "Plattform für betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention" Ende 2006 beschreite Niederösterreich einen neuen, vorbildlichen Weg. Mitglieder dieser Plattform seien die Sozialpartner, die Krankenkassen, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) sowie das Arbeitsinspektorat. "Wir wollen gemeinsam verhindern, dass Arbeit krank macht", so Kadenbach. Die finanziellen Mittel dafür seien aber bis jetzt noch unzureichend, auch die gesetzliche Basis für die Umsetzung in den Betrieben sei noch zu verbessern.

Sturzunfälle machten laut AUVA rund ein Drittel aller Arbeitsunfälle aus, berichtete Hundstorfer. Jüngere Arbeitnehmer bis 25 Jahre, nicht aber jüngere Arbeitnehmerinnen, hätten ein deutlich höheres Unfallrisiko als ältere. Dem höchsten Risiko, bei der Arbeit einen tödlichen Unfall zu erleiden, seien die Forstarbeiter ausgesetzt.

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