Forstliche Pflegemaßnahmen an Bregenzerach

LR Egger: Niederwaldbewirtschaftung für Hochwasserschutz

Bregenz (VLK) - Ab kommender Woche werden entlang der Bregenzerach von der Mündung bis Kennelbach in acht Abschnitten forstliche Pflegemaßnahmen vorgenommen, informiert Wasserlandesrat Dieter Egger. Die Arbeiten erfolgen im Rahmen der Niederwaldbewirtschaftung entsprechend dem speziell dazu entwickelten Pflegeplan. Dabei werden hochwassertechnische und ökologische Gerinneanforderungen optimal vereint. Egger: "Die Hochwassersicherheit kann so unter weitestgehender Rücksichtnahme auf die Natur sichergestellt werden." Die mit den Behörden, Forst und Fischerei abgestimmten Maßnahmen sind bis längstens Ende März abgeschlossen.

Durch die Niederwaldbewirtschaftung werden bewachsene Uferzonen bewahrt und die Verklausungsgefahr minimiert. Dabei nutzt man die Regenerierungsfähigkeit bestimmter Baumarten wie Esche, Erle oder Weide. Diese werden "auf Stock gesetzt" und treiben im Bereich der Schnittstelle neu aus. "Dadurch bleibt ein elastischer Gehölzbestand erhalten, der das Abflussverhalten im Hochwasserfall nicht beeinträchtigt. Gleichzeitig werden besondere Baumarten wie Vogelkirsche oder Bergahorn gezielt gefördert, wovon die Artenvielfalt profitiert", betont Landesrat Egger.

Vor zwei Jahren war das Gerinne auf der gesamten Strecke bis Kennelbach umfangreich durchforstet worden. Dadurch wurde die Abflusskapazität im Unterlauf der Bregenzerach deutlich verbessert. Nunmehr regelt der Pflegeplan die jährlichen Abschnitte und die Pflegeintervalle. Für heuer ist unterfristige Pflege vorgesehen. Anderfalls würden die Gehölze bis zur nächsten planmäßigen Pflege im Jahr 2014 zu stark werden und damit ihre Elastizität verlieren.

"Durch den Pflegeplan werden die Interessen des Hochwasserschutzes, der Ökologie und des Landschaftsschutzes optimal berücksichtigt und die Eingriffe auf ein unerlässliches Minimum reduziert", so Landesrat Egger. Auf den Uferwegen kann es durch die Arbeiten im Dienste der Sicherheit zu Behinderungen kommen, wofür die Bevölkerung um Verständnis ersucht wird.

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