Prammer zu Menschenhandel: Opfer in den Fokus rücken

Nationalratspräsidentin eröffnet internationales parlamentarisches Forum gegen Menschenhandel

Wien (SK) - "Während der drei Tage dieser internationalen Veranstaltung werden wir uns auf Prävention und den Kampf gegen Menschenhandel konzentrieren und darüber hinaus werden wir versuchen, die besten Wege zu finden, um die Opfer vor dieser ernsten Verletzung der Menschenrechte zu schützen", bemerkte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer am Dienstag im Rahmen ihrer Eröffnungsrede anlässlich des Parlamentarischen Forums zum Thema Menschenhandel. Parlamentarier hätten die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass relevante Konventionen zum Thema Menschenhandel implementiert werden, so Prammer weiter, zu nennen seien in diesem Zusammenhang die UN Konvention gegen organisiertes Verbrechen, die Europaratskonvention gegen Menschenhandel und die Brüsseler Deklaration. Trotz der Ratifizierung der Konventionen durch die meisten Staaten, so Prammer, gebe es noch Mängel in der Implementierung. ****

"Wir müssen sicher sein, dass wir in unserem politischen Handeln der Komplexität dieses Verbrechens gerecht werden", unterstrich Prammer. Migration, Menschenrechte, Gender-Aspekte, zivile Freiheiten, die Sicherheit des Staates und Entwicklungshilfe seien jene Themen, mit denen man sich im Kontext von Menschenhandel auseinandersetzen müsse. Darüber hinaus müsse man die globale sowie die lokale Dimension dieses Verbrechens berücksichtigen, betonte die Nationalratspräsidentin.

Ebenfalls wichtig sei, so Prammer, die Opfer des Menschenhandels, welche meist Frauen und Kinder seien, verstärkt ins Zentrum der Bemühungen zu rücken. "Opfer und Zeugen von Menschenhandel dürfen nicht kriminalisiert werden", forderte die Nationalratspräsidentin. Es müssten gesetzliche Vorschriften geschaffen werden, die die Opfer vor Ausweisung schützen und ihnen ein Recht auf Wiedergutmachung einräumen.

Erfreut zeigte sich Prammer über das in Wien stattfindende internationale Forum als Teil der Initiative der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Menschenhandels. Erwartet würden über 1.000 Experten aus Bereichen wie Politik, NGO's, Wissenschaft und Medien, um die bestmöglichen Lösungsansätze für das Problem des Menschenhandels zu diskutieren. (Schluss) sw

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001