Frauenmonitor 07: Arbeiterkammer präsentiert Bericht zur Lage der Frauen in Oberösterreich

Linz (OTS) - Die Arbeiterkammer hat erstmals einen umfassenden Bericht zur Lage der Frauen in Oberösterreich herausgebracht. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer präsentierte heute den druckfrischen Frauenmonitor 07 - eine 88 Seiten starke Sammlung von Daten zu Themen wie Beschäftigung, Einkommen, Arbeitslosigkeit, Bildung oder Armut.

Der jüngste EU-Gleichstellungsreport stellt Österreich ein schlechtes Zeugnis aus: Die Einkommensschere öffnet sich, die Zahl der Frauen in Führungspositionen sinkt. Umso alarmierender ist das differenzierte Bild, das der AK-Frauenmonitor zeigt: Frauen haben, was ihre wirtschaftliche und soziale Stellung betrifft, in Oberösterreich noch mehr Aufholbedarf als im Rest Österreichs.

So ist Oberösterreich Schlusslicht bei den Vollzeitarbeitsplätzen für Frauen. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienen um 31 Prozent weniger als vollzeitbeschäftigte Männer, das ist der zweithöchste Einkommensnachteil im Bundesländervergleich. Nicht arbeitszeitbereinigt beträgt der Einkommensunterschied 40 Prozent. Die hohe Teilzeitquote und die niedrigen Einkommen wirken sich stark auf die Pensionen aus: Die durchschnittliche Frauenpension in Oberösterreich ist um 47 Prozent niedriger als die der Männer.

Bei der Bildung holen Oberösterreichs Frauen stark auf, im Vergleich zu anderen Bundesländern ist der Bildungsstand allerdings nach wie vor niedrig. Bei den Frauen mit Matura oder einem höheren Abschluss liegt Oberösterreich unter dem Bundesschnitt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mädchen aus Wien ein Studium aufnimmt, ist um 70 Prozent höher als bei einem Mädchen aus Oberösterreich.

"All das bestätigt unsere Positionen und Forderungen", betont Präsident Kalliauer: "Die Koppelung öffentlicher Auftragsvergabe und Wirtschaftsförderung an betriebliche Gleichstellungsmaßnahmen ist ein Gebot der Stunde. Gleichzeitig braucht es aber auch Beratungsangebote für Betriebe zur betrieblichen Gleichstellungsförderung."

Als Gastkommentatorinnen und -kommentatoren für den Frauenmonitor konnten Dr.in Gudrun Biffl vom Wirtschaftsforschungsinstitut, Dr. Guido Strunk von der Wirtschaftsuniversität Wien sowie die bekannte Autorin und Kolumnistin Elfriede Hammerl gewonnen werden.

Der Bericht gliedert sich in zehn Kapitel: Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Einkommen, Kinderbetreuung, Bildung, Führung, Gleichbehandlung, Pension, Armut und Sozialhilfe. Jedes Kapitel mündet in ein Bündel von Vorschlägen, wie die Situation der Frauen verbessert werden kann. "Wir wollten ein nützliches Nachschlagwerk schaffen, aber auch einen Handlungsleitfaden und Impulsgeber für die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft", so AK-Präsident Kalliauer. Der AK-Frauenmonitor soll alle zwei Jahre erscheinen.

Sowohl die zwölfseitige Kurzfassung des Frauenmonitors als auch die Langfassung können beim Frauenbüro der Arbeiterkammer Oberösterreich, Tel. 050/6906-2142, E-Mail frauen@akooe.at, bestellt oder unter www.arbeiterkammer.com heruntergeladen werden.

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