Vogel-Strauss-Politik der ÖVP bei Schulreform

Frais: "Pühringer hat Landesstudie für ÖVP-Propaganda-Fragen vergeudet"

Linz (OTS) - "Das heimische Schulsystem nicht schlecht reden, aber auch die nachweisbaren Probleme nicht leugnen", fordert Dr. Karl Frais Reformbereitschaft bei den ÖVP-Schulpolitikern Pühringer und Enzenhofer ein. Die Zahlen der jüngsten Vergleichsstudien PISA und PIRLS zeigen deutlich, dass im österreichischen Schulsystem zu viele Kinder als Bildungsverlierer übrig bleiben und auch verhältnismäßig wenige Schüler zu absoluten Spitzenleistungen fähig sind. "Unser Schulsystem ist darauf ausgelegt Mittelmaß zu produzieren - und das bei überproportionalem Ressourceneinsatz", zeigt Frais auf. Daher sollen Reformen im Sinne eines weltweiten Best-Practice erfolgen -die Neue Mittelschule ist dabei ein erster Schritt.

"Wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht, dann sind ideologische Scheuklappen fehl am Platz", warnt der SP-Klubchef. "Enzenhofer und Pühringer haben mit Landesmitteln eine Studie in Auftrag gegeben, deren Fragestellung im wesentlichen darauf aufgebaut ist, gängige ÖVP-Argumentationen zu stützen. Damit haben sie bewiesen, dass es ihnen nicht ernsthaft um die notwendige Weiterentwicklung des Schulsystems, sondern um die Fortführung des Streits am Bildungssektor geht."

Das gemeinsame Ziel der Bildungsverantwortlichen müsse - so Frais -neben mehr Chancengleichheit darin bestehen, die hohe Zahl der Bildungsverlierer in Österreich zu verringern. "Mehr als ein Fünftel der Pflichtschulabgänger können laut PISA nicht sinnerfassend lesen. Auch PIRLS weist 16 Prozent der 9-10jährigen als schlechte Leser aus. Um aber möglichst alle SchülerInnen bestmöglich zu fördern, muss das System so umgestaltet werden, dass alle bestmöglich davon profitieren. Die Neue Mittelschule ist nur der Weg hin zu einem System, das sich international bereits bewährt hat. In Österreich und auch in Oberösterreich brauchen wir daher Informationen und Erfahrungen darüber, was diese neue Schule bietet, um deren Vorzüge auch für die Bevölkerung erkennbar werden zu lassen. Stattdessen beschränken sich Pühringer und Enzenhofer darauf, das Reformprojekt schlecht zu machen - wobei klar ist: Mit Micky-Maus-Lösungen wie einer 5-jährigen Volksschule oder einem verbindlichen Ethik-Unterricht zulasten anderer Unterrichtsfächer sind die Zukunfts-Herausforderungen am Bildungssektor nicht bewältigbar", betont Frais.

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SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

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