Straßenkunst - SP-Stepp gegen Stenzel´sche "Geschmacksjury"

Wien (SPW-K) - Unmissverständlich gegen die von Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel geforderte "Prüfungsjury" im Zusammenhang mit den Auftritten von Straßenkünstlern in der Inneren Stadt, sprach sich Montag Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin MMag. Daniela Stepp aus. "Die Frau Bezirksvorsteherin wäre gut beraten, die Anträge, die sie selbst mitbeschließt, vorher genau zu lesen und diese entsprechend der Beschlusslage auch gegenüber der Öffentlichkeit zu vertreten. In dem von der Kulturkommission des Bezirks initiierten und von allen Parteien beschlossenen diesbezüglichen Antrag ist keine Rede von einer solchen Geschmacksjury", betonte die SP-Mandatarin in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien zu den am vergangenen Wochenende in einer in Wien erscheinenden Tageszeitung wiedergegebenen Äußerungen von Bezirksvorsteherin Stenzel.

Zu allererst stehe im Antrag, dass Straßenkunst ein Teil des künstlerischen Lebens einer Großstadt wäre, und dass mehr Plätze dafür zur Verfügung stehen sollten. Diese sollten an zentralen Orten, wie u.a. dem Graben, der Kärntner Straße oder am Stock-im-Eisen-Platz, situiert sein, gab die SP-Politikerin weiter ihrer Meinung Ausdruck. Stepp: "Dafür soll aber nur mehr eine Stunde pro Ort gespielt werden dürfen, wobei die Künstlerin bzw. der Künstler danach selbstverständlich an einem anderen Ort weiterspielen könnte". Als Begründung für die örtliche und zeitliche Begrenzung führte Stepp an, dass es den Anrainern der Standplätze -HausbewohnerInnen, GeschäftsinhaberInnen und ArbeitnehmerInnen -nicht zugemutet werden könne, unentwegt die gleichen Musikstücke hören zu müssen. Stepp: "Das ist verständlich, denn selbst die attraktivsten, sich aber stets wiederholenden Musikkompositionen werden nach einigen Stunden für die Gehörnerven unerträglich".

"Die Einrichtung einer `Geschmacksjury´, so Stepp, "ist in dem Antrag bewusst nicht aufgenommen worden, weil die Kulturkommission die Freiheit der Kunst auf keinen Fall einschränken will. Straßenmusik ist etwas Lebendiges, das das Flair einer Stadt mitprägt und damit auch weiterhin in Wien seinen Platz haben soll", schloss Stepp. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923
Fax: (01) 4000-99-81923
franz.schaefer@spw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10003