Neufassung der OTS0151 von heute: Ethik? Ja bitte. Verantwortungsvolle Unternehmensführung bringt Profit.

Expertenbilanz zum Thema "Corporate Social Responsibility" (CSR) anlässlich des fünfjährigen Bestehens des TRIGOS in Österreich

Wien (OTS) - Wenn ein Unternehmen freiwillig verantwortlich
handelt, dann profitieren davon nicht nur Gesellschaft und Umwelt, sondern auch das Unternehmen selbst - vorausgesetzt, CSR ist in die Unternehmensstrategie eingebunden und umfasst alle Bereiche. Das ist das Ergebnis einer kritischen Auseinandersetzung zum Thema CSR in Österreich beim heutigen Experten-Round-Table anlässlich der Verleihung des TRIGOS. Der Preis wird in diesem Jahr zum fünften Mal an österreichische Unternehmen verliehen, die ihre gesellschaftliche und ökologische Verantwortung über das gesetzliche Ausmaß hinaus wahrnehmen.

CSR ist Wettbewerbsvorteil der heimischen Wirtschaft

Roman Mesicek, Geschäftsführer von respACT - austrian business council for sustainable development, zieht eine positive Bilanz der letzten fünf Jahre CSR in Österreich. Immer mehr österreichische Unternehmen bekennen sich zu CSR und gewinnen dadurch einen klaren Wettbewerbsvorteil. "Im Jahre 2008 kommt kein Unternehmen an CSR vorbei", freut sich Mesicek "Vor allem für die kleinen und mittleren Unternehmen bietet CSR die Möglichkeit, neue Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen."

CSR ist gelebte gesellschaftliche Verantwortung

Dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln kein Widerspruch sind, bestätigten auch Ernst Gugler von gugler cross media und Robert Slameczka von NORIS Feuerschutzgeräte. Beide sind Preisträger von TRIGOS und vereinen seit Jahren ihre wirtschaftlichen Entscheidungen mit sozialen und ökologischen Herausforderungen. Für Ernst Gugler ist Ethik und Profit kein Widerspruch, vielmehr eine Überlebensfrage. Sein Unternehmen ist seit der Preisverleihung kontinuierlich gewachsen, neue Kunden sind hinzugekommen. Erfreut zeigt sich Gugler über die zahlreichen Initiativbewerbungen von Menschen, die in seinem Unternehmen arbeiten wollen. In Zeiten knapper qualifizierter Mitarbeiter ein zentraler Wettbewerbsvorteil. Robert Slamezcka zieht seine persönliche Bilanz:
"Gewinn ist gut, aber nicht genug und hätte NORIS nur Gewinnmaximierung als Ziel gehabt, wären wir nicht so nachhaltig erfolgreich."

CSR ist Managementprinzip

CSR kann nur dann funktionieren, wenn es wie jede andere wichtige Tätigkeit des Unternehmens angegangen wird. Das bedeutet, dass CSR ganz oben im Management angesetzt sein muss. Deshalb initiierte der Fachverband UBIT (Unternehmensberatung und Informationstechnologie) eine Ausbildung zum sogenannten "Akkreditierte/n CSR-Consultant". Diese helfen den Unternehmen, CSR-Prozesse zu initiieren und zu begleiten.

CSR ist Partnerschaft mit Non-Profit-Organisationen

Die beiden VertreterInnen von Non-Profit-Organisationen, Maria-Theresia Unterlercher von SOS-Kinderdorf Österreich und Franz Maier vom Umweltdachverband sind sich einig: Das alte Freund-Feind-Denken existiert in der Form nicht mehr. Eine Existenz ohne Dialog mit der Wirtschaft ist inzwischen für viele NGOs undenkbar geworden. Wichtig dabei: Grenzen zu setzen und nicht in die Falle der "Kaufbarkeit" zu geraten. "Bei allen Aktivitäten mit Unternehmen tragen wir unser Anliegen und unsere inhaltlichen Forderungen hinein, wir sehen sogar unsere Aufgabe darin, die Wirtschaft an ihre Pflicht im Rahmen der Gesellschaft zu erinnern", so die stellvertretende Geschäftsführerin von SOS Kinderdorf Österreich, Maria-Theresia Unterlercher.

Franz Maier, Geschäftsführer vom Umweltdachverband und heuer zum ersten Mal als Trägerorganisation beim TRIGOS dabei, verwies auf die notwendige Glaubwürdigkeit von CSR-Aktivitäten im Ökologie-Bereich und warnte vor oberflächlichem "Greenwashing". Vor allem durch den Klimawandel stehen die Unternehmen vor neuen Herausforderungen in Sachen CSR. "Synergien zwischen Wirtschaft und NGOs sind hier möglich, wenn Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit ernsthaft berücksichtigt werden. Vor allem im Bereich der Umwelttechnologie ist ein großer Zukunftsmarkt vorhanden", so Franz Maier.

In einem waren sich alle GesprächsteilnehmerInnen einig:
Unternehmen können nicht in einer Gesellschaft erfolgreich sein, die scheitert.

TRIGOS ist eine Auszeichnung für Unternehmen mit Verantwortung, die jährlich in den Kategorien Gesellschaft, Markt, Arbeitsplatz und dieses Jahr erstmals Ökologie verliehen wird.

Die TRIGOS-Initiatoren, eine Plattform aus Wirtschaft und Non-Profit-Organisationen (NGOs) möchten dem stetig wachsenden öffentlichen Interesse an CSR sowie dem steigenden Bedürfnis nach einer zukunftsfähigen Wirtschaft gerecht werden.

Dieses Jahr endet die Einreichfrist für den TRIGOS 2008 am 6. März. Mehr Informationen sind unter www.trigos.at abrufbar.

Der TRIGOS 2008 wird in Kooperation mit respACT (www.respact.at), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, dem Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz sowie dem Lebensministerium vergeben. Der Sonderpreis wird von Microsoft Österreich gestiftet und die Kategorie Markt vom Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Österreich gewidmet.

TRIGOS 2008 ist Partner von Taten statt Worte, Management Club, Wirtschaftsforum der Führungskräfte, Österreichisches Netzwerk Wirtschaftsethik und Open Minded. Als Sponsoren fungieren Gugler cross media, Swarovski, Telekom und Rail Cargo Austria.

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