Karas: Europäische Notrufnummer 112 kann Leben retten

Dringender Handlungsbedarf - 60 % der Österreicher kennen 112-Nummer nicht

Brüssel, 11. Feber 2008 (ÖVP-PD) Heute, am 11. Feber 2008, findet der erste europaweite '112'-Tag statt. "Seit 1991 gibt die europaweit Notrufnummer 112, die einen einheitlichen Zugang zu Notfalldiensten bieten soll. Sowohl der Bekanntheitsgrad dieser Nummer als auch vor allem die Ausstattung dieses Notfalldienstes lässt in vielen EU-Staaten aber noch zu wünschen übrig. Das Europäische Parlament unterstützt voll den weiteren Ausbau dieses Dienstes. Kommission und Mitgliedstaaten müssen sich dem anschließen und Taten setzen - im Interesse der Sicherheit und der umfassenden Versorgung der europäischen Bürger", sagte heute ÖVP-Europaklubobmann und Vizepräsident der EVP-ED Fraktion im Europäischen Parlament, Mag. Othmar Karas. ****

Nach Untersuchungen der EU-Kommission sowie der EENA, der European Emergency Number Association, kennen in Österreich 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die 112 nicht und wissen auch nicht, dass sie diese gleiche Nummer in jedem EU-Mitgliedstaat anrufen können. "Vor allem aber mangelt es an einer mehrsprachigen Ausstattung dieser Notrufnummer Österreich. Hier besteht angesichts der Millionen Touristen, die unser Land jedes Jahr besuchen, dringender Handlungsbedarf", forderte Karas.

Die 112-Nummer wurde 1991 im Zuge des Ausbaus des EU-Binnenmarktes eingeführt, um allen EU-Bürgern in jedem Land die gleichen Möglichkeiten zum Zugang zu Notrufdiensten zu geben. "Niemand kann und wird sich 27 verschiedene Notrufnummern merken. Eine einheitliche Nummer war und ist daher unbedingt notwendig. Dennoch kennen zwei Drittel der Europäer diese Nummer noch nicht, obwohl mehr als 150 Millionen Menschen jährlich in der EU reisen", sagte Karas.

Der heutige 112-Tag soll die Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf diese Thematik lenken. Im September 2007 nahm das Europaparlament mit 530 Unterstützern eine schriftliche Erklärung an, die eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Parlament, Kommission und Mitgliedstaaten einfordert: "Diese Nummer kann Leben retten - wenn sie genügend bekannt ist und wenn die jeweiligen nationalen Dienste entsprechend und vor allem mehrsprachig ausgerüstet sind", betonte Karas abschließend.

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