Broukal zu Uni-Halbe-Halbe: Zahlen auf den Tisch!

Hahn muss Studiengebührenausfall ersetzen, sonst droht hunderten jungen Wissenschaftern die Kündigung

Wien (SK) - "Den Unis geschätzte 50 Millionen Euro wegnehmen und gleichzeitig von ihnen zusätzliche Vorlesungen am Abend und am Wochenende verlangen. Wer hat Minister Hahn diesen Unsinn eingeredet?", fragt SPÖ Wissenschaftssprecher Josef Broukal. Broukal verweist auf die Aussage von Rektorenchef Badelt heute im "Standard":
"Wenn Uni Wien und Wirtschaftsuni durch den Nicht-Ersatz halbierter Studiengebühren zusammen 20 Millionen Euro im Jahr verlieren, dann wären das hochgerechnet auf alle Unis 50 Millionen im Jahr", sagt Broukal. "Und wenn Badelt im 'Standard' vor 'ganz dramatischen Verschlechterungen in der personellen Ausstattung' spricht, stellt sich die Frage, wie viele AssistenInnen müssten gekündigt werden? Wie viele LektorInnen erhielten im Herbst keine neuen Verträge mehr?", fragt Broukal und erwartet konkrete Zahlen und Antworten in einer parlamentarischen Anfrage an den Wissenschaftsminister. ****

"Ich bin gerne bereit, mich überzeugen zu lassen, dass die Unis im Geld schwimmen. Glauben tu' ich's nicht, und wenn ich lese, was Rektor Badelt heute sagt, dann bin ich auf Hahns Rechnung sehr gespannt", sagt Broukal.

SPÖ für rasche Einführung des Teilzeit-Studiums

"Fünf Jahre lang hat die SPÖ die Einführung reduzierter Studiengebühren für langsam Studierende verlangt. Sie können schon ab Oktober 2008 eingeführt werden. An Hahns Weigerung, den Unis das dafür nötige Geld zu geben, wird die Sache nicht scheitern", sagt Broukal. "Sollte sich herausstellen, dass Hahn nicht den Beweis erbringen kann, dass die Unis fünfzig Millionen Euro zu viel in der Tasche haben, dann wird die SPÖ beim Budget 2009 darauf drängen, ihnen diesen Betrag zu ersetzen", kündigt Broukal an. (Schluss) js/mm

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