ÖVP Wien kritisiert Altlastensanierung

Stiftner ortet "tickende Zeitbomben im Wiener Boden"

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Mediengesprächs der Wiener ÖVP, kritisierte am Montag der Umweltsprecher Labg. DI Roman Stiftner die mangelnde Altlastensanierung der Stadt. Wien sei österreichweit das säumigste Bundesland. Das sei für Stiftner unverständlich, besonders da der Bund 90 Prozent der Gesamtkosten übernehmen würde.

20 Flächen besonders gefährdet

Insgesamt gäbe es in Wien 15.000 potentiell zu sanierende Flächen. Laut Bundesumweltamt seien derzeit 20 Flächen "tickende Zeitbomben" und daher dringend zu sanieren, so Stiftner. Von diesen "besonders gefährdeten" Flächen würde die Stadt allerdings nur zwei in Angriff nehmen, kritisierte der Umweltsprecher. Der Großteil der kontaminierten Flächen stammen von stillgelegten Produktionsstätten. Aber auch ehemalige Deponien, oder Kriegsschäden seien für schadstoffhaltigen Böden verantwortlich. Besonders gefährlich sei es, wenn die Schadstoffe schließlich in das Grundwasser gelangten. Die Schaffung einer Altlastensanierungsgesellschaft der Stadt begrüßte Stiftner in diesem Zusammenhang.

Zwei Punkte auf der Sanierungsliste hob Stiftner besonders hervor. Als "hochgefährdet" sei der Standort der ehemaligen Betriebsfläche der Putzerei Counde im Siedlungsgebiet von Atzgersdorf eingestuft. Auf einer Fläche von 4800 Quadratmetern seien im Laufe der Zeit chlorierte Kohlenwasserstoffe in den Boden gelangt. Abpumpversuche aus dem Jahre 1994 seien völlig unzureichend gewesen. Auch die Altlasten im Bereich der Borfabrik Gotramgasse in Donaustadt würden dringenden Handlungsbedarf erfordern. Eine Fläche von 4000 Quadratmeter sei erheblich mit Bor und Arsen belastet. Stifner forderte eine schnelle Sanierung der beiden Altlastenstandorte, genaue Sanierungspläne für noch anstehende Projekte und einen öffentlich zugänglichen kartographischen Altlastenstandortkataster im Internet.

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