AK-Leistungsbilanz 2007: 83,7 Millionen Euro erkämpft!

Linz (OTS) - Die Leistungsbilanz der Arbeiterkammer Oberösterreich für das Jahr 2007 wurde heute von AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer und AK-Direktor-Stellvertreter Franz Molterer, MAS, präsentiert. Sie weist beeindruckende Erfolge aus: So wurden für die AK-Mitglieder 83,7 Millionen Euro erkämpft. Die AK kritisiert, dass die derzeit gute Konjunktur den Arbeitnehmern/-innen nur wenig bringt.

In 345.511 Fällen konnte die Arbeiterkammer Oberösterreich im Jahr 2007 ihren Mitgliedern mit Rat und Hilfe beistehen. Gegenüber dem Jahr 2006 bedeutet das eine Steigerung um 6,5 Prozent. Den Schwerpunkt bildeten 220.855 arbeits- und sozialrechtliche Beratungen (einschließlich der Lohnsteuerberatungen), gefolgt von 92.084 Konsumenten-, 13.242 Bildungs-, 17.355 Wohnrechts-, 1.199 Mobbing-, Arbeitnehmerschutz- und Gesundheitsberatungen sowie 776 AK-Consult-Beratungen bei betrieblichen Problemen.

Im November 2007 wurde wieder ein Beratungs-Monitoring durchgeführt. Diese Umfrage ergab sensationell hohe Zufriedenheitswerte unter den beratenen AK-Mitgliedern (901 Befragte): Nach dem Schulnotensystem wurde der Mittelwert 1,33 für die Freundlichkeit und der Mittelwert 1,51 für die Kompetenz der AK-Expertinnen und -Experten vergeben. 95 Prozent der Befragten würden anderen Personen, die Rechtsberatung brauchen, die AK empfehlen!

In 16.035 Fällen vertrat die AK Oberösterreich Arbeitnehmer/-innen in strittigen Rechtsangelegenheiten. Dabei konnten Zahlungen in der Höhe von 83,704.457 Euro erreicht werden. Gegenüber dem Vorjahr war der Vertretungserfolg um 4,4 Prozent höher. Zum Vergleich: 2007 zahlten die oberösterreichischen AK-Mitglieder rund 56,800.000 Euro an Kammerumlage.

"Werden sämtliche Leistungen der AK in Geld bewertet, so fließen für jeden Euro Kammerumlage rund drei Euro an die Mitglieder zurück", betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Kritik übt die AK an der Tatsache, dass die gute Konjunktur den Arbeitnehmern/-innen nur wenig bringt. So lässt sich im Hinblick auf die Einhaltung des Arbeitsrechts durch die Unternehmen kein positiver Trend feststellen. Laut WIFO stagnieren die realen Nettolöhne pro Kopf (plus 0,1 Prozent), was zu einer Konsumschwäche der privaten Haushalte führt. Und immer mehr Beschäftigte - besonders solche mit Teilzeitjobs oder freien Dienstverhältnissen - können von ihrer Arbeit nicht mehr leben.

Bekräftigt hat die AK ihre Forderung nach Maßnahmen, um die leider häufige Lohnvorenthaltung wirksam zu bekämpfen: Unter anderem soll jede/r Beschäftigte einen Rechtsanspruch auf verständliche, übersichtliche und genaue Lohn- oder Gehaltsabrechnungen bekommen. Auch sollen die unfairen Verfallsfristen in Kollektiv- und Dienstverträgen - meist drei bis sechs Monate vor allem für die Bezahlung von Überstunden - durch Gesetz abgeschafft werden.

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