Gschwandner: Betriebskosten treiben die Inflation nach oben

Und diese Erhöhungen haben die Kommunen, allen voran die Gemeinde Wien, zu verantworten

Wien (OTS) - Fachliste: "In den letzten Tagen wird in den Medien immer wieder das stetige Steigen der Wohnkosten als inflationserhöhend angeführt. Somit präsentiert man der Bevölkerung die Hauseigentümer bzw. die Immobilientreuhänder als Buhmänner", stellt die stellvertretende Spartenobfrau der Sparte IC in der Wiener Wirtschaftskammer, Eva Gschwandner, zur laufenden Diskussion fest. "Es wird dabei völlig übersehen, dass ein wesentlicher Faktor dieser Kostenerhöhung nicht die Miete an sich ist, sondern die Betriebskosten und die darin enthaltenen Gemeindegebühren für Grundsteuer, Wasser und Müllabfuhr. Bei Substandardwohnungen betragen die Betriebskosten schon das Doppelte der Miete. Und genau bei diesen Gebühren ist anzusetzen"!

Die Einführung des Richtwertmietzinses als Ursache der Kostenerhöhung zu nennen und dessen Deckelung zu verlangen, zeugt davon, dass die Politik keine Ahnung von der Materie hat und besonders seitens der SPÖ nur Ideologie dahinter steht. Für die SPÖ gilt: Hauseigentümer = Kapitalist. Es wird hier völlig ignoriert, dass vor Einführung des Richtwertmietzinses ganze Gründerzeitviertel verfallen sind. Die Hauseigentümer konnten aus den dürftigen Mieteinnahmen die notwendigsten Instandhaltungskosten nicht bezahlen. Die Konsequenzen daraus waren Absiedlung der eingesessenen Mieter, Vermietung an weniger anspruchsvolle Migranten, daraus resultierende Ghettobildung und das Sterben der Einkaufsstraßen in den betroffenen Gebieten.

"Durch jüngst ergangene - von der Arbeiterkammer initiierte -OGH-Urteile wurden den Hauseigentümern weitere Erhaltungspflichten im Wohnungsinneren auferlegt. Es zeugt von einer ungeheuren Blauäugigkeit der AK, wenn sie glaubt, dass sie ihrem Klientel damit einen Dienst erwiesen hat", so Gschwandner weiter. "Der Vermieter ist als ordentlicher Kaufmann ja gezwungen, diese Ausgaben wieder hereinzubringen, sprich in der Miethöhe zu berücksichtigen".

Schlußendlich werden auch die Maklerprovisionen angeprangert. Es wird dabei leider übersehen, dass die seriös arbeitenden Makler gut ausgebildet sind und durch eine - teure -Vermögensschadenhaftpflichtversicherung dem Kunden Sicherheit geben. "Die Politik ist daher aufgefordert, die Höhe der Mieten, sowie das Honorar der Immobilientreuhänder nicht als Grundlage politischer Agitation zu missbrauchen bzw. aus völlig überholten ideologischen Gründen unrichtige und unqualifizierte Behauptungen aufzustellen", schloß Gschwandner.
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