Silhavy: Erfolgreicher Einsatz von EU-Regionalfördermitteln in Niederösterreich

Wien (OTS) - Staatssekretärin Heidrun Silhavy besuchte heute auf Einladung von NR Rudolf Parnigoni im Waldviertel Einrichtungen und Betriebe, um sich über den Einsatz von Regionalfördermitteln der EU zu überzeugen, dessen erfolgreicher Einsatz vor allem den sehr engagierten UnternehmerInnen der Region zu verdanken ist. Die für Regionalpolitik zuständige Staatssekretärin besuchte unter anderem NBG LEONI Gmünd, den Betrieb Hartl Haus, TBZ Gr. Siegharts und das Willi Dungl Gesundheitszentrum in Gars am Kamp. Die Staatssekretärin betonte dabei, dass seit dem EU-Beitritt 1995 in Niederösterreich 211 Mio Euro aus dem Regionalentwicklungsfonds zur Verfügung standen . Dazu noch einmal über 19 Mio Euro für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Allein in den letzten 7 Jahren wurden mehr als 1.500 Projekte von der EU mitfinanziert: Investitionen in KMU, in Tourismusprojekte und in Infrastrukturprojekte, sowie in Technologie- und Gründerzentren. Aus den grenzüberschreitenden Regionalförderungen wurde auch eine Reihe von Wirtschafts-, Kultur- und Sozialprojekten finanziert, um die Chancen der Menschen und die Lebensqualität in Grenzregionen wie dem Waldviertel zu steigern. Die Mittel wurden dabei in Maßnahmen investiert, deren grundlegende Prioritäten von der EU vorgegeben waren und deren Ausrichtung in der nun laufenden Förderperiode auf die Schaffung von Beschäftigung und Wachstum weiter konzentriert wird. "Ohne die EU-Regionalförderungen geht in Niederösterreich nichts. Ich stelle mich auch weiterhin den Regionen unseres Landes als aktive Unterstützerin und Förderin zur Verfügung", betonte die Staatssekretärin.
Für die Jahre 2007-2013 stehen für Niederösterreich erneut über 145 Mio Euro zur Förderung von Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit, sowie 39 Mio Euro für grenzüberschreitende Projekte zur Verfügung. Diese Daten zeigen, dass ohne die Unterstützung der EU auch in Niederösterreich keine wirkungsvolle Regionalpolitik möglich wäre und die Art der Projekte zeigt, dass das Waldviertel zwar eine ländliche Region ist. Die Mehrzahl der Menschen in den ländlichen Regionen lebt aber bereits heute zum größten Teil von Dienstleistungen, Gewerbe und Industrie. Eine Regionalpolitik für die Menschen im ländlichen Raum darf nicht vergessen, wovon diese Menschen leben, welche Bedürfnisse und Sorgen sie haben und was Solidarität und Chancengleichheit für und innerhalb der Region bedeutet. Eine Konzentration auf die Landwirtschaft reicht dabei einfach nicht mehr aus.

Staatssekretärin Silhavy wies bezüglich der Regionalpolitik im ländlichen Raum auf zwei wesentliche Punkte hin: 78% der ÖsterreicherInnen leben im sogenannten "ländlichen Raum". Der wird definiert als jegliches Gebiet mit Siedlungen und Städten unter 30.000 EinwohnerInnen. Nur mehr 6 % der ÖsterreicherInnen leben aber unmittelbar von der Land- und Forstwirtschaft. Manche sehr gut -andere weniger. Letztere dürfen ebenso wenig vergessen werden, wie alle anderen Menschen im ländlichen Raum, die ebenfalls einer Unterstützung bedürfen, indem man dafür sorgt, dass ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, die Versorgung der Menschen mit grundlegenden Gütern und Dienstleistungen, z.B. Kindergärten oder zeitgemäßen Bildungseinrichtungen gesichert ist und die den Menschen Perspektiven für ihre persönliche Entwicklung und ihre persönliche Lebensentwürfe haben. "Der ländliche Raum darf nicht nur unter dem agrarpolitischen Aspekt betrachtet werden sondern muss ein gesamtgesllschaftliches Anliegen sein, zu dem auch die adäquate Ausstattung mit moderner Infrastruktur und Technologie gehört", betonte Staatssekretärin Silhavy.

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
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