Mehr Sprachen und mehr Kultur an Schulen gefordert

LT-Präsident Halder: Jugend und Politik ein Schwerpunkt der Präsidentenkonferenz

Bregenz (VLK) - Vorarlbergs Schülerinnen und Schüler setzen sich für ein vermehrtes Angebot an Sprachen und mehr Kulturarbeit an den Schulen ein. So sehen es zumindest zwei der heute, Donnerstag, im Schülerparlament diskutierten 15 Anträge vor. Landtagspräsident Gebhard Halder und Landesrat Siegi Stemer setzen auf verstärkten Kontakt mit der Jugend und betonten bei der Eröffnung des Schülerparlaments, ihre Anliegen entsprechend zu behandeln.

Das Leben werde immer internationaler und dem Spracherwerb komme daher immer größere Bedeutung zu. Da eine Schule alleine nicht alle gewünschten Sprachen anbieten könne, setzt sich das Schülerparlament für eine Kooperation unter den Schulen ein. Damit soll ein vermehrtes Sprachangebot ermöglicht werden. Konkret sollte laut dem Antrag der HAK Feldkirch (Rubina Insam) Russisch, Mandarin und Japanisch als Freifach angeboten werden. Eine gezielte Förderung der Kulturarbeit an den Schulen beinhaltet ein Antrag der HAK Bludenz (Matthias Bitsche). Eine Umfrage habe ergeben, dass sich im AHS-Bereich über 53 Prozent und im BMHS-Bereich knapp 67 Prozent der Schülerinnen und Schüler für eine verstärkte Kulturarbeit ausgesprochen hätten.

Weitere Anträge betrafen unter anderem die Unterstützung für außerschulische Weiterbildungsmaßnahmen durch die Schulleitungen, eine Initiative zur Steigerung der LehrerInnenmotivation, die Einführung von Studieninformationen bereits ab der 11. bzw. 12. Schulstufe, ein fixes Budget für die Schülervertretung sowie eine Überprüfung der Beschlüsse des Schülerparlaments auf ihre Wirkung hin.

"Noch im Frühjahr wird der Vorarlberger Landtag die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre vollziehen. Für mich ist es deshalb wesentlich, verstärkten Kontakt mit der Jugend zu pflegen und sie entsprechend zu motivieren und zu informieren, am politischen Geschehen auch aktiv teilzunehmen", so Landtagspräsident Gebhard Halder vor dem Schülerparlament. Die österreichische Landtagspräsidentenkonferenz habe sich auch aus diesem Grund das Thema "Jugend und Politik" als einen der Arbeitsschwerpunkte gesetzt.

Umsetzung

Als positiven Schritt in die richtige Richtung wertete Schullandesrat Siegi Stemer den Weg, Anliegen des Schülerparlaments im Kultur- und Bildungsausschuss des Vorarlberger Landtages von den Schülerinnen und Schülern selbst einbringen zu lassen: "Mit diesem Beteiligungsmodell des Landtages entsteht ein wünschenswerter Dialog zwischen Jugend und Politik. Unserer Jugend und ihren Anliegen wird damit der Zugang zur Politik erleichtert." Stemer sicherte zu, die Anliegen des Schülerparlaments auch weiterhin verbindlich auf ihre Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen.

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