Platter: Lückenlose Aufklärung, keine Vorverurteilungen

Evaluierungskommission eingesetzt

Wien (OTS) - Innenminister Günther Platter hat am Rande einer Pressekonferenz klargestellt: "Ich verspreche Natascha Kampusch lückenlose Aufklärung". Dazu habe er gestern die sofortige Einrichtung einer Evaluierungskommission beauftragt, die von Dr. Mathias Vogl geleitet werde. Weitere interne und externe Experten werden je nach Bedarf, Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit zugezogen.

"Natürlich ist es einfach einen abgeschlossenen Kriminalfall von hinten zu betrachten, wenn klar ist wer der Täter war." Die Vorwürfe gingen zurück ins Jahr 1998, also 10 Jahre zurück. Er schätze den damaligen Innenminister Karl Schlögl und gehe davon aus, dass die Ermittlungen auch damals sorgfältig geführt wurden, betonte der Innenminister.

Zu weiteren Anschuldigungen, die in den Raum gestellt wurden, stellt Platter einmal mehr klar: "Es wird jedem Hinweis, Vorwurf und Gerücht nachgegangen - egal von wem und gegen wem". Das Büro für interne Angelegenheiten sei jedem geäußerten Vorwurf bereits bisher nachgegangen und werde dies natürlich in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft auch jetzt tun. Seit Sommer würden Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft vorliegen. Klar sei aber auch, dass Anschuldigungen, die im Rundumschlag ausgeteilt werden nicht genug sind. "Es geht um Fakten, nicht um Behauptungen", so Platter, der einmal mehr klarstellt: "Es gilt für jeden die Unschuldsvermutung. Ich lasse mir die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten durch bloße Behauptungen nicht madig machen."

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