Karas: Europäische Volkspartei diskutiert Mittelmeerpolitik auf Zypern

EU als Hauptakteur bei der Lösung der Zypernfrage gefordert

Nikosia/Brüssel, 7. Februar 2008 (ÖVP-PD) "Der Mittelmeerraum und der Nahe Osten sind für die Europäische Union von zentraler strategischer Bedeutung. EU-Kommission und Rat haben die Beziehungen mit dieser Region als zentrale politische Prioritäten definiert. Auch für das Europäische Parlament und die Europäische Volkspartei sind die Fragen einer gemeinsamen Zukunft in diesem Raum von vorrangiger Bedeutung", sagte heute der Vizepräsident der EVP-ED Fraktion und ÖVP-Europaklubobmann Mag. Othmar Karas anlässlich des Beginns der Vorstandssitzung der EVP-ED Fraktion auf Zypern. Zwei Tage lang diskutieren die 65 Mitglieder des Fraktionsvorstands, darunter neben Karas auch die ÖVP-Europaparlamentarier Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack und Dr. Paul Rübig, über Zukunftsperspektiven der EU-Mittelmeerpolitik. ****

Karas trifft im Rahmen der Vorstandssitzung dabei auch mit Youssef Amrani, Generaldirektor für politische Angelegenheiten des marokkanischen Außenministeriums, Abdl Ahad Gamal el Din, dem Leiter des parlamentarischen Ausschusses der "National Democratic Party (NDP)" der ägyptischen Volksversammlung sowie mit Amine Gemayel, dem ehemaligen Präsidenten des Libanon zu Arbeitsgesprächen und Diskussionen zusammen. "Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Fragen nach einer notwendigen Reform des Barcelona-Prozesses, also der Zukunft der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und dem Mittelmeerraum. Auch der Vorschlag des französischen Staatspräsidenten Sarkozy zu der Gründung einer Mittelmeerunion muss offen erörtert und bewertet werden", sagte Karas.

Weiteres Thema der Sitzung auf Zypern ist die Rolle der UNO sowie der Europäischen Union auf Zypern. "Österreich hat sich seit 1964 im Rahmen des UNO-Einsatzes auf Zypern engagiert. Zuerst, von 1964 bis 1976 mit medizinischer Ausrüstung und Personal, und von 1972 bis 2001 mit Truppen in Bataillonsstärke. Unser Land hat für diesen Einsatz stets Anerkennung und Dankbarkeit auf Zypern erfahren, wir haben hier einen sehr guten Ruf", so Karas. Auch heute ist Österreich mit fünf Stabsoffizieren an der UNO-Mission auf Zypern beteiligt, die Gesamtstärke der UN-Truppen ist von 6400 Mann im Jahr 1964 auf heute 860 zurückgegangen. Der UN-Sondergesandte für Zypern, Michael Moller, sagte in der Diskussion, dass die UNO jedoch bislang keine dauerhafte Lösung für den Zypern-Konflikt zustande bringen konnte. "Die Zypernfrage muss von den Zyprioten selbst gelöst werden. Dabei kann die UNO, dabei muss aber auch vor allem auch die Europäische Union behilflich sein", betonte Karas abschließend, der zu diesem Aspekt morgen, Freitag, eine Diskussion im Rahmen der EVP-ED Vorstandstagung leiten wird.

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